Weinkellerei Lenz Moser mit neuem Presshaus

Weinkellerei Lenz Moser mit neuem Presshaus

Weinkellerei Lenz Moser mit neuem Presshaus

Bei Lenz Moser denkt man in großen Dimensionen und in langen Zeiträumen. Die Investion in das neue Pressehaus ist aktueller Beweis dafür. „Auch wenn das Presshaus nur für eine kurze Phase im Jahr in Betrieb ist, findet hier doch ein maßgeblicher Schritt hinsichtlich Qualität und Stilistik der Weine statt“, bringt Michael Rethaller ein gewichtiges Argument für die neue Investition bei Lenz Moser vor. Rethaller hat zu Beginn dieses Jahres Kellereileiter-Legende Ernest Grossauer nach 42 Jahren Lenz Moser abgelöst. Als eines seiner ersten Projekte stand für Rethaller eine bedeutsame Investition für das Unternehmen auf dem Programm: das neue Presshaus der Lenz Moser Weinkellerei in Rohrendorf bei Krems. Eine Investition, die auch für die in großen Maßstäben denkende Kellerei Lenz Moser nicht alltäglich ist.

Was innerhalb von nur einem Jahr herausgekommen ist, kann sich sehen lassen. Obwohl – allzu viel zu sehen ist auf den ersten Blick ja nicht: Das neue Presshaus wurde harmonisch in das Gebäude-Ensemble der Weinkellerei eingebettet. Wie so oft zählen auch hier die inneren Werte. Und die sind beeindruckend, wie sich Vinaria beim Lokalaugenschein überzeugen konnte. Erst eine Woche davor war die neue Anlage in Betrieb genommen worden, und doch lief bereits alles wie am Schnürchen.

Kein Zufall, sondern das Ergebnis sorgsamer Planung. Es gab Probeläufe, kleine Nachjustierungen und schließlich Begehungen und Informationsgespräche mit den Vertragswinzern der Weinkellerei (rund 2.300 insgesamt, 145 allein in der Region). Bei der Anlieferung sorgen nun vollautomatische Systeme für das Wiegen, die Qualitätsbestimmung und das Sortieren der frisch geernteten Trauben. Die Abfolge des Rebelns und Pressens ist genau getaktet und folgt einer präzisen Logistik. Im Zuge dessen wird auch die Zuckergradation bestimmt.

Während der Faktor Zeit eine essenzielle Rolle bei der Verarbeitung der Trauben spielt, fällt auch der Kühlung eine zunehmend bedeutende Rolle zu. Michael Rethaller: „Wenn die Klimaerwärmung wie prognostiziert voranschreitet, sind wir gefordert, darauf zu reagieren. Wir können im neuen Presshaus die Weißweinmaische über einen Röhrenkühler auf 7 °C kühlen und so wesentlich zum Erhalt von Frische und Klarheit im Wein beitragen.“ Das Ergebnis dieser Neuerungen kann mit dem Jahrgang 2019 genossen werden.
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