Hirtzberger eröffnete Weinhofmeisterei

Hirtzberger eröffnete Weinhofmeisterei

Hirtzberger eröffnete Weinhofmeisterei

Pünktlich vorm Wachauer Weinfrühling am 4. und 5. Mai 2019 eröffnete die nagelneue Weinhofmeisterei Hirtzberger in Wösendorf in der Wachau. Mit der Errichtung der Weinhofmeisterei haben die bereits fünf Jahrgänge von Mathias Hirtzberger nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern der Jungwinzer kehrt auch zu den Familienwurzeln zurück. Die Familie Hirtzberger stammt ursprünglich aus Pöllau in der Steiermark und siedelte sich als Schusterfamilie im 16. Jahrhundert in Wösendorf an.

Mathias Hirtzberger ist der jüngere Sohn von Winzerlegende Franz Hirtzberger und seiner Frau Irmgard. Sein älterer Bruder Franz jun. führt das Stammhaus in Spitz, gemeinsam mit den Eltern. Die neue Weinhofmeisterei wird von Hanna und Mathias Hirtzberger geführt, die vor einigen Jahren aus glücklicher Fügung begannen, Flächen in Bestlagen von Wösendorf zu kaufen oder zu bewirtschaften. Mit dem neuen Weingut ist ein vor fünf Jahren begonnener Traum von Matthias Hirtzberger wahr geworden. Davor war Hirtzberger erfolgreich durch die Wirtschaftswelt gezogen.

Die Sehnsucht nach der Wachau und dort als Winzer etwas Eigenes zu gestalten, lockte ihn zurück. Seine Winzerkarriere startete er mit nur fünf Hektar Weingärten in Wösendorf. Bereits der erste Jahrgang 2014 war ein voller Erfolg. Zwei Jahrgänge wurden bereits im „neuen Haus“ eingebracht. Die Erfolge sind bereits beachtlich: Vinaria zeichnet den jungen Betrieb bereits mit der Topwertung von 3 Kronen aus, schon mehrere Weine aus den Paradelagen Kollmitz und Kollmütz wurden mit der Höchstnote von 5 Sternen bewertet.

1000 Jahre Weinbautradition - zeitgemäß interpretiert: Die Fußstapfen, in die Hanna und Mathias mit dem prominenten Familiennamen treten, sind groß. Doch die beiden haben mit ihrem Sortiment von acht Weinen rasch ihre ganz eigene Stilistik gefunden. Sie nehmen Bezug auf das Juwel der Wachau, indem sie sich das jahrhundertealte Wissen und die Erfahrung im Weinbau in der Wachau ganz besonders genau anschauen. Hanna und Mathias nehmen an, was ihnen gut erscheint und entwickeln weiter, was zeitgemäß interpretiert werden kann. Ihre Weine schmecken klar, puristisch und stoffig, es werden keine Botrytis-Trauben in den Weinen verarbeitet. Das Sortiment unterteilt sich in vier Wappenweine und vier Lagenweine aus den Rieden Wösendorfer Kollmütz, Wösendorfer Bach und Jochinger Kollmitz. Auf zehn Hektar Weingärten, allesamt in Wösendorf und Joching – Gemeinde Weißenkirchen – wachsen ausschließlich 75 % Grüner Veltliner und 25 % Riesling.

Das neue Weingut, das in Ziegelbauweise errichtet wurde, ist kein wuchtiger Bau, sondern wurde wie ein Lesehof mit drei Gebäuden geplant, die eine geschlossene Einheit bilden. Und hätte die neue Hofmeisterei mit ihren vielen Winkeln und Torbögen nicht den neuen Anstrich, so könnte man glauben, dar Gebäudekomplex stehe schon seit vielen Jahrzehnten da. „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“ war auch der Gedanke, der Mathias Hirtzberger beim Bau leitete, damit sich sein neues Weingut perfekt in die alte Wachauer Kulturlandschaft integriert.

Der Weinhofmeister - Es waren Stifte und Klöster, die in der Wachau – wie in anderen großen Weinbaugebieten der Welt auch – den Weinbau begründeten. Im 33 km langen Donautal hatten bayerische, nieder- und oberösterreichische Klöster ihre Lesehöfe untergebracht. Das Augustiner Chorherrenstift St. Florian kam 1159 ins Gebiet und bewirtschaftete bis ins 20. Jahrhundert insgesamt 15 Hektar Weingärten. Die Chorherren ließen ihren Lesehof in Wösendorf errichten. Dieses prunkvolle Gebäude beherbergt heute das an Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber verpachtete Restaurant Hofmeisterei, welches von Familie Hirtzberger 2014 gekauft wurde. Restaurant (Hofmeisterei) und Weingut (Weinhofmeisterei) nehmen in ihren Namen Bezug auf den alten Begriff des Weinhofmeisters – jener Person, der die Pflege und Obsorge von Weingärten übertragen wurde.

Knapp 400 Gäste folgten am 25. April 2019 der Einladung zur Eröffnung. Unter den Gästen waren nicht nur viele Winzerkollegen aus der Wachau und anderen Regionen, sondern auch zahlreiche Persönlichkeiten, etwa Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, der Generalabt des Stiftes St. Florian in Oberösterreich (einst Besitzer weiter Teile der Wachau), Probst Johannes Holzinger, der auch den Segen spendete. Die Laudatio hielt Topwinzer und Obmann des Regionalen Weinkomitees Wachau Anton Bodenstein, bei dem Mathias Hirtzberger vor vielen Jahren praktiziert hatte. Unter den ersten Gratulanten auch Vinea Wachau-Obmann Emmerich H. Knoll, Fußballbund-Präsident & Weinfreak Leo Windtner, Moderator Rainer Pariasek, Gastwirte-Bundesobmann Mario Pulker, Donau-Tourismuschef Bernhard Schröder u.v.m.

Eventtipp - Wer die neue Weinhofmeisterei besichtigen und die Weinpalette verkosten möchte, kann das schon am kommenden Wochenende tun: beim Wachauer Weinfrühling am 4. und 5. Mai 2019.

www.weinhofmeisterei.at
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