6 Mio. Euro für einen Hektar Weingarten!

6 Mio. Euro für einen Hektar Weingarten!

6 Mio. Euro für einen Hektar Weingarten!


Die Preise für Weingüter und Weingärten im Bordelais erreichten im Vorjahr ein All-Time-High seit 25 Jahren. Dies erhob die amtliche französische Landagentur SAFER. Die Preise stiegen in fast ganz Frankreich. Auf bis zu 6 Millionen Euro pro Hektar!

2017 wechselten in Frankreich mehr Châteaus als je zuvor den Besitzer. Die größten Zuwächse gab es dabei im Burgund und an der Loire. In der Champagne wiederum gab es wertmäßig die größte Steigerung. Der Transaktionswert der Deals stieg dabei um 59,9 % auf gut 1,25 Milliarden Euro gegenüber 2016. Bei 9.600 Einzeldeals wurden 16.900 Hektar Weingärten gehandelt.

Alleine die zehn größten Deals machten 31% des Gesamtwertes aller Transaktionen aus. Im Bordelais wurden rund 3.000 Hektar verkauft, mit Erlösen von 277 Mio. Euro. Wahrscheinlich aber mehr, weil bei den ganz großen Verkäufen die wahren Preise meist geheim bleiben. So auch bei den spektakulären Transaktionen von Troplong Mondot, Haut-Batailley, Berliquet, Fonroque, Clos La Madeleine, Bellefont Belcier and Franc Mayne.

Hochschaubahn - Das Preisgefüge ist stark unterschiedlich, am extremsten wohl ebenfalls in der Region Bordeaux. Während in Bourg, Cadillac und Blaye zwischen 18.000 und 22.000 Euro pro Hektar Rebfläche hingeblättert werden müssen, sind es in Pessac-Léognan bereits 450.000 Euro im Schnitt und bis zu 600.000 Euro an der Spitze. Südlich davon in Graves sind es dann "nur" 30.000 Euro.

Medoc bringt es im Schnitt auf 55.000, Haut-Medoc auf 80.000 Euro für den Hektar Rebfläche. In Margaux und St-Julien kostet der Hektar schon satte 1,2 Mio. Euro, in Pauillac gar 2 Mio. - im Durchschnitt, wohlgemerkt. Die bezahlten Spitzenpreise liegen zum Teil weit darüber. Wie groß die Bandbreite ist, erweist sich in St-Estèphe: 350.000 Euro werden da für die einfachen Terroirs bezahlt, eine Million für die Hotspots, im Schnitt 450 Tausender. Im Pomerol liegen die Durchschnittspreise bei 1,5 Mio. Euro (Spitze: 4,4 Mio.).


6 Mio. Euro pro Hektar - Am rechten Ufer hat St-Emilion die Rallye befeuert: 200.000 Euro werden am unteren Ende für einen Hektar Weingärten bezahlt, bis zu 2,6 Mio. am oberen Rand. Hier ist noch nicht der Deal rund um Château Troplong Mondot eingerechnet, wo dem Vernehmen nach unglaubliche knapp 6 Mio. Euro pro Hektar berappt wurden! Das ist im übrigen genau soviel wie im Burgund für Grand Cru-Flächen an der Côte d'Or bezahlt werden muss.

Detailinformationen finden Sie auf der Homepage von SAFER.
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