Die Rioja, die umsatzstärkste Herkunftsbezeichnung Spaniens, feiert 2025 ihr 100-jähriges Bestehen. Um die Geschichte der Appellation zu würdigen, veranstaltet der Kontrollrat der DOCa Rioja rund 30 Events in Spanien und den wichtigsten Exportländern. 

Zudem wurde eine neue Marketingkampagne gestartet. Besonders wichtig in der Entwicklung der Region war die erste Verordnung von 1928 sowie die Einführung der Weinkategorien Joven, Crianza, Reserva und Gran Reserva im Jahr 1980. Diese wurden später von vielen anderen spanischen Weinbauregionen übernommen.

Ein weiterer Meilenstein in ihrer Entwicklung war die sogenannte „Weiße Revolution“ zwischen 2008 und 2009, als die Verantwortlichen sechs neue weiße Rebsorten zuließen. Dies verlieh den Weinen der Region mehr Komplexität und erhöhte ihre Wettbewerbsfähigkeit. Heute ist die Rioja das zweitgrößte Weißweingebiet Spaniens und hat 2024 mehr als 36 Millionen Flaschen Weißwein abgesetzt. Zu den jüngsten Entwicklungen zählt auch der Schutz der Qualitätsschaumweine der Rioja und die Einführung von Einzellagen- und Ortsweinen im Jahr 2017.

Der Weintourismus ist von großer und wachsender Bedeutung. 2024 besuchten knapp 900.000 Gäste die Region. Mit einem geschätzten Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro gilt die Rioja derzeit als eine der Säulen der spanischen Weinwirtschaft. „Die D.O.C.a Rioja trägt wesentlich zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei. Sie wird von 14.000 Winzern und mehr als 600 Weingütern unterstützt und hat den Weg für den Erfolg anderer spanischer Herkunftsbezeichnungen auf den internationalen Märkten geebnet“, betonte José Luis Lapuente, der Generaldirektor des Kontrollrats DOCa Rioja.

Trotz der globalen Herausforderungen der Weinbranche konnte die Rioja DOCa ihren weltweiten Absatz zuletzt um 0,63 Prozent steigern und zeigt damit eine stabile Positionierung.

Quellen: DOCa Rioja; weinplus.de