Linzer Klosterhof eröffnet im Mai unter neuer Flagge

Linzer Klosterhof eröffnet im Mai unter neuer Flagge

Linzer Klosterhof eröffnet im Mai unter neuer Flagge

Wähend in Wien eine große Gasthaus-Brauerei neu eröffnete (Stöckl im Park, am Belvedere), sperrte in Linz der traditionelle Klosterhof mit dem größten Gastgarten Oberösterreichs zum Jahreswechsel zu. Wirt Hans Dobesberger geht in Pension, nachdem zuvor eine Insolvenz abzuwickeln war. Der Salzburger Großgastronom Josef Gasser übernimmt im Mai.

Seit 1930 besteht die “Stieglbräu”-Gaststätte im Klosterhof Linz. Mit Jahresende war die Ära des dortigen Wirts Hans Dobersberger zu Ende. Das Lokal wird renoviert und ab Mai 2020 neu verpachtet. Eigentümer der riesigen Innenstadt-Liegenschaft ist das Kloster Kremsmünster, als Generalpächter fungiert die Stieglbrauerei zu Salzburg, deren Eigentümer Heinrich Dieter Kiener auch den jeweiligen Subpächter als Betreiber der Gastronomie bestimmt. Das Verhältnis zwischen Kiener und Dobesberger dürfte am Ende nicht mehr konfliktfrei gewesen sein.

Nach erfolgreichen, aber auch turbulenten Zeiten war dem Klosterhof in den vergangenen Jahren das nahe Ende einer Ära mitunter anzumerken. Die Kritiken der Gäste waren nicht nur positiv. Trotzdem fehlt der Linzer Innenstadt nun ein traditionelles, großes Bierlokal mit riesigen Veransaltungs-Räumlichkeiten und einem Gastgartenmit 1400 Sitzplätzen, dem größten Oberösterreichs.

Bis Mai wird umgebaut und renoviert. Davon ist auch die beliebte Bar Stieglitz betroffen. Dann übernimmt Josef Gasser, der in Salzburg den ebenfalls sehr großen Stieglkeller am Fuße der Festung betreibt. Gasser ist somit mit der Stieglbrauerei bereits eng vernetzt. In Linz wird er den Klosterhof als rundum erneuertes Bierlokal und Großgastronomie wieder eröffnen.

Vis-à-vis-Nachbar und „Josef“-Wirt Günter Hager, der in der hochfrequentierten Linzer Landstraße die zweite Großgastronomie betreibt, trauert seinem Kollegen Hans Dobesberger nach: „An die 50 Fast Food-Lokale an der Linzer Landstraße werden seinen langjährigen gastronomischen Dienst an den Besuchern unserer Landeshauptstadt nicht ersetzen können.“

Dobesberger baute einst mit dem legendären Linzer Hendlkönig Friedrich Jahn die „Wienerwald“-Kette auf, zu ihrer Zeit mit 1700 Lokalen eine der größten Systemgastronomien. Er bleibt auch in der Pension im Gourmetorden der Chain de Rotisseurs und als Präsident im österreichischen Champagnerorden.

Stöckl im Park – Das „Belvedere Stöck“ war vor drei, vier Jahrzehnten eines der Nobellokale Wiens, ehe diesem der Zahn der Zeit den Garaus machte. Ebenso dem barocken Baujuwel, das trotz Denkmalschutz verfiel. Das Objekt befindet sich am Rande des Belvedere-Geländes an dert Prinz-Eugen-Straße und gewährt herrlichen Blick über den Schwarzenbergplatz.

Die Familie Welledits, die mit dem „Salm Bräu“ bereits eine Gaststätte und Brauerei im Schwarzenberggarten betreibt, erwarb das baufällige Gebäude und errichtete ein Restaurant mit Gastgarten und hauseigener Brauerei. Eröffnet wurde noch im Dezember, das Stöckl im Park bietet 900 Gästen Platz. Im Frühjahr folgt der Gastgarten. Die Küchenlinie ist im wesentlichen wienerisch mit ländlichen und fischigen Ergänzungen.

Salm Bräu ist nicht nur ein Gastronomiebetrieb, sondern auch ein Brauereianlagenbauer und exportiert weltweit Gasthausbrauereien. Zahlreiche Innovationen machen Salm Bräu zu einem gefragten Anbieter, wenn es um Ökologie und Geruchs-Neutralität geht.
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