Weinregion Mittelburgenland

Weinregion

Mittelburgenland
1.875 Hektar Weinanbaufläche Die wichtigsten Rebsorten: Blaufränkisch, Zweigelt


Das Mittelburgenland ist ein ausgesprochenes Rotweingebiet: die Rebfläche ist zu mehr als zwei Dritteln mit Rotweinreben bestockt, wobei sich die Anteile stetig weiter zugunsten des Rotweines verschieben. Seine Lagen an den sanften Ausläufern des Ödenburger Gebirges ziehen Nutzen aus den lehmigen bis sandigen, mitunter schottrigen Böden. Zum Teil dominieren auch sehr schwere Lehmböden, die naturgemäß gerade in heißen und trockenen Weinjahren ihre Vorteile ausspielen können. Aber auch in klimatischer Hinsicht ist das Gebiet begünstigt: So wird es im Norden vom Ödenburger Gebirge, im Westen von der Buckligen Welt und im Süden vom Günser Bergland bestens gegen negative Wettereinflüsse abgeschirmt, während die freie Öffnung gegen Osten hin bewirkt, dass sich die warmen pannonischen Klimaeinflüsse ungehindert ausbreiten können.

Von den Weißweinen sind jene aus der weißen Burgunderfamilie von oft sehr guter, teils sogar beachtlicher Qualität. Bei den roten Rebsorten hat zwar der Zweigelt in Österreich langsam die Oberhand gewonnen, doch haben es die Winzer des Mittelburgenlandes, angeführt durch den Verband Blaufränkischland, zuletzt erfolgreich verstanden, ihr Gebiet als Urheimat des Blaufränkischen unter der Bezeichnung Blaufränkischland darzustellen. Tatsächlich haben die letzten Weinjahrgänge ausgezeichnete Rahmenbedingungen für die Rotweinerzeugung und hier vor allem auch für den Blaufränkisch geboten, was sich in entsprechend markanten und kräftigen Gewächsen niedergeschlagen hat. Die besten Rotweinlagen befinden sich in den Weinorten Horitschon, Deutschkreutz, Raiding, Ritzing und vor allem in Neckenmarkt mit seinen relativ steilen Südhängen. Klangvolle Riednamen sind etwa der Hochberg und der Bodigraben in Neckenmarkt oder etwa Dürrau und Hochäcker in Horitschon. Gewissermaßen eine Weinbauinsel bildet das Lutzmannsburger Plateau, dessen außerordentlich schwere Lehmböden ebenfalls beste Voraussetzungen für qualitativ hochwertigen Rotweinanbau aufweisen würden. Leider wird dieses Potenzial derzeit nur von einigen wenigen Erzeugern genützt.
Außerdem sind im Mittelburgenland auch St. Laurent, Blauburgunder, Cabernet, Merlot und Syrah ausgepflanzt; die Rotweine der Premium-Kategorie sind allerdings überwiegend Cuvées aus mehreren Rebsorten.

Die DAC Mittelburgenland teilt den Blaufränker (85% Mindestanteil) in drei Kategorien ein: Classic mit 12,5 oder 13% Alkohol (laut Etikett), Verkaufsstart ab 1. März des Jahres nach der Lese; DAC mit Lagenbezeichnung mit 13 oder 13,5% ab 1. September; sowie DAC Reserve mit mindestens 13% Alkohol und Verkaufsstart am 1. März des zweiten Jahres nach der Lese.

Zurück