Polizei beschlagnahmt Mezzacorona-Weingut

Polizei beschlagnahmt  Mezzacorona-Weingut

Polizei beschlagnahmt Mezzacorona-Weingut

Trotz Corona-Krise geht Italien weiter gegen die Mafia vor: Die italienische Polizei beschlagnahmte in der Vorwoche Besitztümer des Weinguts Feudo Arancio auf Sizilien im Wert von über 70 Mio Euro. Feudo Arancio ist Teil der Gruppo Mezzacorona, einer der größten Weinguts-Gruppen in Italien mit Sitz im Trentino, südlich von Südtirol. Sprecher des Konzerns bestritten jegliche Verwicklung in Geschäfte mit dem organisierten Verbrechen.

Gruppo Mezzacorona besitzt unter anderem über 900 Hektar Weingärten im südlichen Sizilien, in den Provinzen Agrigento und Ragusa. Die italienische Finanzpolizei Guardia di Finanza of Trento hegt verschiedene Geldwäsche-Verdachtsmomente gegen Gruppo Mezzacorona, betreffend Verbindungen mit der Cosa Nostra, die teilweise allerdings jahrelang zurück liegen.

Die Behörden in Italien gehen verstärkt gegen Versuche des organisierten Verbrechens vor, im Norden des Landes schmutzige Gelder aus dem Süden zu investieren und/oder zu waschen. Gruppo Mezzacorona bestritt die Vorwürfe entschieden und fordert die Behörden auf, die beschlagnahmten Vermögenswerte umgehend freizugeben. Die Gruppe ist eine 110 Jahre alte Genossenschaft mit aktuell rund 1600 Mitgliedern und 480 Anteilseignern, die teils als Genossenschaft, teilsl mit nachgeordneten Holdinggesellschaften organisiert ist. 500 Mitarbeiter werden beschäftigt, zuletzt lag der Jahresumsatz bei knapp 200 Mio Euro.
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