Wirterebell Hager: Keine Kassabons unter 25 Euro!

Wirterebell Hager: Keine Kassabons unter 25 Euro!

Wirterebell Hager: Keine Kassabons unter 25 Euro!

Neben dem bürokratischen Aufwand kostet die Kassenbonpflicht für Kleinbeträge 2,3 Bäume pro Tag. Dazu kommt der Müllberg durch die Millionen Belege. Der Linzer Großgastronom („Josef“), Wirterebell und Bestsellerautor („Fucking Gastro“) Günter W. Hager fordert nun ein Ende der Bonpflicht für Beträge unter 25 Euro.

In Österreich fallen rund 4 Milliarden (4000 Millionen) Zahlungen an, für die die Bonpflicht gilt. Die Hälfte davon für Beträge unter 12,40 Euro. Das sind immerhin 2 Milliarden Belege. Würde alleine dafür die Kassenbonpflicht entfalle, so Günter Hager, könnten 239.000 Kilometer zusätzlicher Papierverbrauch oder 1,2 Mio Kilogramm Holz oder 860 große Fichten mit einer Stammhöhe von 25 Metern eingespart werden. Das sind 2,3 große Bäume pro Tag.

90 Prozent aller Kassenbons, die in Österreich ausgestellt werden, betreffen Beträge unter 51 Euro. Nimmt man die von Hager geforderter Bagatellgrenze zur Bonpflicht von 25 Euro würden rund 3 Milliarden Bons entfallen. Dazu ein riesiger Müllberg und zigtausende Arbeitsstunden. Nicht zu vergessen die Chemikalien, die für das thermische Bonpapier nötig sind, vor allem Bisphenol S.

Günter Hager finanzierte zum Thema und um seine Forderung zu untermauern aus eigener Tasche eine Studie der Johannes Kepler Universität Linz, die nun vorliegt. Darin haben der em. Univ.-Prof. Friedrich Schneider und Wissenschaftlerin Elisabeth Dreer vom Forschungsinstitut für Bankwesen der Linzer Uni unter anderem Forschungsergebnisse des deutschen Umweltbundesamtes und der Österreichischen Nationalbibliothek verknüpft mit eigenen Forschungen und Berechnungen.

Die Studie kommt zum Schluss, dass für Bagatellzahlungen die Bonpflicht viel zu aufwendig ist und zu viele Ressourcen verbraucht. Die gesamte Studie finden Sie hier zum kostenlosen Download: Studie Kassenbon

Die gesetzliche Ausgangslage in Österreich ist klar geregelt:

„Unternehmer haben ab 1.1.2016 die Verpflichtung bei Barzahlungen einen Beleg zu erstellen und dem Käufer zur Verfügung zu stellen. Dieser muss den Beleg entgegennehmen und bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten für Zwecke der Kontrolle durch die Finanzverwaltung mitnehmen.“[1]

Neben den üblichen Vorschriften für eine Rechnung muss seit 1.4.2017 bei Verwendung von elektronischen Kassen mit Sicherheitseinrichtung die Kassenidentifikationsnummer, Datum und Uhrzeit der Belegausstellung, Betrag der Barzahlung nach Steuersätzen getrennt und ein maschinenlesbarer Code (OCR-, Bar- oder QR-Code) auf dem Bon ersichtlich sein. Diese zusätzlichen Informationen verlängern jeden Bon um durchschnittlich 12 cm, so die Studie. Vom Beleg muss der Unternehmer eine Durchschrift oder elektronische Abspeicherung machen und wie alle Buchhaltungsunterlagen sieben Jahre aufbewahren.

Die drei Initiatoren der Studie stehen gerne für weitere Infos zur Verfügung:

Günter W. Hager, Wirt, gwh@josef.eu

em. Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Friedrich Schneider, Forschungsinstitut für Bankwesen, friedrich.schneider@jku.at

Dr. Elisabeth Dreer, MSc, Forschungsinstitut für Bankwesen, elisabeth.dreer@jku.at
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