Laurenz Moser V. bringt Chinas Ultra-Cabernet

Laurenz Moser V. bringt  Chinas Ultra-Cabernet

Laurenz Moser V. bringt Chinas Ultra-Cabernet

In den Startlöchern scharrt der Österreicher (Kremstal) Laurenz Maria Moser, besser bekannt als Lenz Moser V., seit Jahren als Winemaker in China tätig: Im März kommt sein ultra-premium Cabernet Sauvignon aus China auf den Markt. Dort betreibt Moser das Château Changyu–Moser XV gemeinsam mit dem chinesischen Weinriesen Changyu. Der Wein mit dem markanten chinesischen Etikett und englischem Untertitel nennt sich „Purple Air Comes From The East“, ist Jahrgang 2016 und ein reinsortiger Cabernet Sauvignon. Die Trauben stammen von Château-eigenen Lagen in der chinesischen Provinz Ningxa, dem Weinbauzentrum Chinas. Nur 6300 Flaschen wurden von dem Premierenwein gefüllt. Der Preis steht noch nicht fest.

Im März startet die weltweite Präsentation des Premiumlabels, in London gab es bereits einen Vorgeschmack. Auf Augenhöhe sieht Moser seinen neuen Wein mit den Flaggschiffen chinesischer Winzerkunst, etwa Lafites „Long Dai“ oder dem „Ao Yun“ aus dem Weinbereich des Luxusgüterkonzern LVMH (Louis Vuitton Moet Hennessy), beide aus Frankreich und in China mit eigenen Weingütern engagiert.

Moser arbeitet seit 2005 mit und für die Changyu Winery, der größten ihrer Art in China. Er ist dort Konsulent und „winemaking advisor“. Château Changyu–Moser XV wurde als Marke 2015 gegründet und verbindet einerseits Changyu und andererseits Mosers Wurzeln (XV): Er ist Fünfter der Winzerdynastie Lenz Moser und 15. in der direkten Linie der Winzerfamilie Moser. Sein Großvater entwickelte die Hochkultur in den Weingärten, die nach wie vor weltweit als Standard im Weinbau gilt.

Nach seiner Geschäftsführertätigkeit für die Weinkellerei Lenz Moser, die 1986 an eine Investorengruppe verkauft worden war, baute Laurenz V. ab 1997 für den amerikanischen Weinbaupionier Robert Mondavi dessen Niederlassung in Europa auf. Nach dem Verkauf von Robert Mondavi Europe an die Constellation Group wandte sich Lenz Moser wieder dem Weinbau in Österreich zu und etablierte im Jahr 2005 das Projekt „Laurenz V.“ Unter dieser Marke werden Weine nach seinen Vorstellungen von Abfüllern hergestellt und vor allem in den USA und Asien vertrieben.

In der Kooperation mit Changyu findet Moser alles vor, was er sich wünscht. Modernste Anlagen, weitläufige Anbauflächen, passende Teams – und viel Kapital. Das ermutigt zu Innovationen. Etwa dem weltweit ersten weißgepressten Cabernet, den Changyu–Moser 2017 auf den Markt brachte. Oder auch für den Grünen Veltliner, der Stammsorte seiner Familie, mit dem er derzeit wieder Großes vorhat. In China sieht der Österreicher gewaltiges Potenzial, vor allem auch im noch schwach entwickelten Inlandsmarkt.
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