Bei Tisch: Anstoßen nervt - Was meinen Sie?

Bei Tisch: Anstoßen nervt  - Was meinen Sie?

Bei Tisch: Anstoßen nervt - Was meinen Sie?

Pro und contra zuprosten und anstoßen: der Schweizer Weinkritiker und –Autor Renè Gabriel hat dazu eine radikale Meinung, die wohl vielen aus dem Herzen spricht.

„Und wie ich es hasse! Das Essen wird serviert. Es ist schon lange nicht mehr unhöflich, wenn man zu Essen beginnt, auch wenn erst ein paar Leute serviert sind. Die Sechspersonenregel habe ich schon lange ausgeschaltet. Ich will warm essen! Darum unterscheidet der Koch ja auch zwischen kalten und warmen Gerichten.

Doch die „Anstoßer“ warten hartnäckig. Lassen das gute Gericht erkalten. Denn – die Schweizer können / dürfen / wollen erst essen, wenn „angestoßen“ ist. Das Glas wird feierlich in die Hand genommen. Man sucht Blickkontakt. Wenn das nicht gelingt, dann wird mal geräuspert. Ja und dann passierts. Zwangsweise. Weil angeblich Brauch, der niemals geschichtlich erwähnt wurde.

Wenn schon, dann bin ich der Meinung, dass „es“ vor dem Essen passieren muss. Und dass man nur einmal pro Abend anstößt. Dass der Zeremonienmeister dann ein weiteres „Anstoßverbot“ ausspricht. Ich persönlich finde das Ganze ohnehin eine höchst „anstößige Sache“. Demnächst werde ich wohl eine Petition lancieren. Renè Gabriel

Was meinen Sie? - Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Thema „anstoßen“ bei Tisch. Einfach an: office@lwmedia.at. Wir stellen die Lesermeinungen dann online zu diesem Beitrag.

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Lesermeinungen

Adolf Wögerbauer:

"Meine persönliche Meinung :Richtiges Anstoßen mit dem Glas bedeutet für mich " Gemeinschaft ", nicht  nur zu zweit, sondern auch in der Gesellschaft. Sich und dem Gast  Zeit zu geben,  auf das Getränk  einzustimmen, auch dankbar für das Getränk zu sein, auf das man eingeladen wurde. Anstoßen soll aber auch zu keiner bedeutungslosen Handlung werden. Wer sein Glas nur aus dem " weils halt so sein soll" Grund hebt , soll es lieber sein lassen."



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