Kremstal: Himmlische Genüsse an beiden Ufern

Kremstal: Himmlische Genüsse an beiden Ufern

Kremstal: Himmlische Genüsse an beiden Ufern

Himmlische Genüsse an beiden Ufern der Donau: Eine Landschaft von atemberaubender Schönheit. Aber auch die „inneren Werte“ des Weinbaugebiets Kremstal können sich sehen lassen: Gastfreundschaft, Genussfreude und eine enge Beziehung zur Kultur, von der Klassik bis zur Moderne.

Das Weinbaugebiet Kremstal: Sympathische Weinorte mit Weinbaubetrieben von traditionell bis visionär, mit verträumten Kellergassen, hippen Gastronomiebetrieben, gemütlichen Heurigen. Eingebettet in Weinlandschaften, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei herausragende Elemente markieren die Eckpunkte dieses Weinbaugebiets: Stift Göttweig im Süden, die Ruine Senftenberg im Norden und die mächtigen Lösshänge im Osten. Geteilt – oder sollte man besser sagen: verbunden? – wird das Gebiet von der Donau, die seit jeher nicht nur das Weinbauklima hier prägt, sondern auch Lebensrhythmus und Kultur.

Im Zentrum des Ganzen ruht die Stadt Krems. Mit 25.000 Einwohnern eine Kleinstadt, ja, aber als Wein-, Kultur- und Universitätsstadt mit beachtlich Wirtschaftsdynamik ganz groß. Rund 2.400 Hektar Weinbaufläche haben die Winzerinnen und Winzer des Kremstales zur Verfügung. Was sie daraus machen, kommt bestens an bei den Weinfreunden in Österreich und auch im Rest der Welt. Kürzlich etwa räumten Kremstaler Winzer beim großen internationalen Weinpreis „Mundus Vini“ in Düsseldorf in allen drei Österreich-Kategorien ab: „Best Producer Austria“ wurde das Weingut Müller aus Krustetten, den „Besten Weißwein Österreich“ hat das Weingut Forstreiter aus Krems-Hollenburg und die Kategorie „Bester Rotwein Österreich“ entschieden die Winzer Krems für sich!

Wein lässt die Region erblühen - Vor allem der Weinbau hat die Stadt und die Region in den Jahrhunderten geprägt und tut dies heute noch. Im frühen Mittelalter waren es die Vertreter von zahlreichen bayrischen Klöstern, die im Kremstal Weingärten und Lesehöfe anlegten. Eine Hochblüte der Region, die heute noch an den Gebäuden, Plätzen und Straßenzügen nicht nur in Krems, sondern im gesamten Weinbaugebiet zu erkennen ist. Neben zahlreichen (wein-)historischen Bauten stößt man im Kremstal aber auch auf Beispiele, wie Winzer heute bauen. Zeitgemäße Architektur aber nicht nur in den Betrieben der Weinbauern, auch die Wein- und Obstbauschule, die in Krems ihren Sitz hat, oder die kurzweilige Weinerlebniswelt „Weinsinn.Sandgrube 13“ stechen durch frische Architektur ins Auge.

Das „tanzende“ Museum - Herausragendes und hochaktuelles Beispiel: die Landesgalerie Niederösterreich in Krems- Stein. Ein neuer, dynamischer Ausstellungsort für das österreichische Kunstschaffen, und ein echter Hingucker. Das mit 7.200 (!) matt-silber glänzenden Zink-Titan-Schindeln gedeckte Gebäude, schraubt sich in einer schwungvollen Drehbewegung in die Höhe, was ihm etwas Tänzerisches verleiht. Ganz oben an dem 21 Meter hohen Gebäude ein Einschnitt, der sich als kleine Terrasse entpuppt. Von hier aus wandert der Blick des Museumsbesuchers auf die Donau und – erraten – Stift Göttweig! Die Landesgalerie verbindet die Bestände der Landessammlungen Niederösterreich mit Privatsammlungen, umfasst sämtliche Kunstgattungen und will – so die Verantwortlichen – „das Alte mit dem Neuen in Dialog setzen“.

„Dialog“ ist ein gutes Stichwort im Kremstal. Auf Schritt und Tritt erlebt man hier innerhalb kurzer Distanzen einen Wechsel verschiedener Landschaften, Baustile, klimatischer Bedingungen, Böden und natürlich auch verschiedener Weine. Das Kremstal ist auch nicht bloß ein Tal. Ja, der namensgebende Fluss „Krems“, der vom Waldviertel im Norden Richtung Donau fließt, hat steile Ufer geschaffen, an die sich die Weingärten schmiegen. Etwa in Senftenberg mit seiner Ruine oder in Rehberg, wenige Autominuten vom Kremser Stadtzentrum entfernt.

Lössmonumente - Aber das Kremstal reicht noch viel weiter. Von Krems Richtung Osten zum Beispiel, wo sich die Weingärten in riesigen Lössterrassen Stufe für Stufe nach oben ausdehnen. Klar, dass dieser Boden dem Wein einen ganz eigenen Charakter verleiht. Unzählige Hohlwege ziehen sich durch diese beeindruckende Weinlandschaft. Ein Umstand, den nicht nur der knallbunte Bienenfresser schätzt, der hier seine Wohnhöhlen errichtet, sondern auch die Weinwanderer, die erfreulicherweise immer wieder auf einen offenen Heurigen oder eine nette Kellergasse stoßen.

Kremstal heißt aber auch Südufer: Hier, rund um den Göttweiger Berg mit dem weltberühmten Stift, hat sich eine lebendige Weinkultur entwickelt. Mit vielen kleinen und einigen recht großen Weinbaubetrieben, mit einer überdurchschnittlichen Dichte an Qualitätsheurigen, in denen oft auch gemütliche Gästezimmer warten. Von Stift Göttweig oder den Hängen rund um die Wein- und Obstbauorte Furth, Krustetten und Hollenburg aus genießt man einen wunderbaren Ausblick auf das Donautal und die Stadt Krems.

TIPP: Zu Fuß erkunden - Marillen Erlebnisweg Krems-Angern: Durch die malerische Weinlandschaft und alte Marillengärten der edlen Frucht auf der Spur! Fünf Stationen laden ein, mehr über die Tiere, die Blüte und die Arbeit im Marillengarten zu erfahren (4,5 km). Bergwerkgedenkweg: Rundwanderweg durch Angern, Brunnkirchen, Oberfucha, Thallern und Tiefenfucha. Zu historischen Stätten der ehemaligen Abbaugebiete für Alaun, Braunkohle und Ton, vorbei an Obst- und Weingärten (9,5 km). Eiszeitwanderweg Stratzing: In Stratzing, ein Stück nördlich von Krems, fand man eine 7,2 cm große, steinerne Venusfigur, mit 32.000 Jahren eines der ältesten steinernen Kunstwerke der Welt. Rund um die Fundstelle wurde ein archäologischer Rundweg-Lehrpfad eingerichtet. Hauersteig Rohrendorf: Ideale Einführung in den Kremstaler Wein für vinophile Wanderer. Vorbei an berühmten Lagen wie der Breite Rain oder Gebling in die bekannte Rohrendorfer Kellergasse.

EVENTKALENDER:
Fr 26. 07.–So 28. 07.: Kellergassenfest Höbenbach: Edle Weine, Schnäpse und Säfte sowie Kulinarik vom Feinsten. www.kellergasse-hoebenbach.at

Fr. 09. 08. – So 11.0 8.: Weinfest am Eichbühel: Weinfest mitten in den Weingärten von Krustetten mit Prachtblick, Wein, Schmankerln, Musik, Party und Chillout am Freitag und Samstag sowie 5-Gänge-Menü am Sonntag.

Do 15. 8. So 18. 8.: Stratzinger Kellergassenfest: Auf Vielfalt wird hier großen Wert gelegt, sowohl beim Kulinarischen als auch bei der Weinauswahl. www.stratzing.at

Fr 06. 09.–So 08. 09.: Kellergassenfest Krems-Thallern: Die Winzer locken mit vielfältigsten Schmankerln. www.kellergassenfest-thallern.at

INFO - 2.400 Hektar ist das Weinbaugebiet Kremstal groß und auf drei Zonen aufgeteilt: das Tal des Flusses Krems im Norden mit der Stadt Krems, die östlich anschließenden mächtigen Lösslagen und die Weinorte südlich der Donau rund um Stift Göttweig. Mit dem Kremstal DAC hat das Kremstal seit 2007 seinen gebietstypischen Wein für die Sorten Grüner Veltliner und Riesling. Durch das Kremstal führt die Weinstraße Niederösterreich, mit 830 Kilometern Länge eine der längsten Weinrouten der Welt! Mitgliedsbetriebe der Weinstraße Kremstal sind zahlreiche Weingüter, stimmungsvolle Heurige, Vinotheken und Weinbars, traditionsreiche Weingasthöfe und Ferienquartiere, vom Privatzimmer bis zum Hotel. Obmann der Weinstraße Kremstal ist Topwinzer Leopold Müller.

www.kremstal-wein.at; www.donau.com 


Fritz Gillinger
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