Neuer ÖWM-Chef: 90 Bewerber, Hearing im Mai

Neuer ÖWM-Chef: 90 Bewerber, Hearing im Mai

Neuer ÖWM-Chef: 90 Bewerber, Hearing im Mai

Viel Arbeit macht die Ausschreibung der künftigen Geschäftsführung der Österreichischen Weinmarketing (ÖWM) der beauftragten Personalberatungsfirma: fast 90 Bewerbungen gingen für den Job des noch bis Jahresende amtierenden Chefs Willi Klinger (62) ein. Das Hearing steigt im Mai. Die Bewerbungsfrist ging noch im Frühjahr zu Ende, jetzt wühlen sich die Personalberater durch die Unterlagen und erstellen danach eine Shortlist mit etwa fünf Finalisten. Diese treten danach mit ihren Konzepten zum Hearing vor dem Aufsichtsrat der ÖWM an.

Mit einer derartigen Flut an Bewerbungen hat eigentlich niemand gerechnet. Aber es handelt sich eben um einen Topjob mit viel Strahlkraft, einer prominenten „Bühne“ und der trendigen Kombination aus Business & Wein. „Da fühlen sich eben viele berufen, auch zahlreiche frischgebackene WU-Absolventen“, spielt ein Insider auf den bunten Mix an Bewerbungen ein.

Dabei dürften die Anforderungen grob unterschätzt werden, die auf den oder die Chef/in der ÖWM ab Jänner 2020 warten. Amtsinhaber Willi Klinger macht seit vielen Jahren einen knallharten Knochenjob, muss nicht nur im Business und in Sachen Wein topfit sein, sondern auch viel politisches Geschick und noch mehr G’spür haben. Dazu kommen laufende Auslandsreisen rund um die Welt, Arbeitssprache englisch. Ein Job für einen bestens vernetzten und erfahrenen Profi eben.

Einige Namen von Topfavoriten um den Job, die sich auch beworben haben, sind Vinaria bekannt. Wir werden diese aber nicht nennen, um die hochkarätigen Kandidaten nicht zu „verheizen“. Fix ist jedenfalls, dass der Aufsichtsrat der ÖWM im Idealfall gleich im Anschluss an das Hearing der final gereihten Bewerber eine Entscheidung treffen möchte. Wunsch der Aufsichtsräte ist es, dass der oder die Auserwählte dann möglichst rasch in die Dienste der ÖWM tritt und ab September bis Jahresende von Willi Klinger in den künftigen Chefposten eingearbeitet werden soll. 

Auf‘s Altersteil zieht sich Willi Klinger jedenfalls nicht zurück, nach seinem Ausscheiden aus der ÖWM-Geschäftsführung: „Ich gehe natürlich nicht am Jahresende in Pension, ich habe noch einiges vor. Pension klingt nach Beamter oder Frührentner - genau das Gegenteil von mir!“ Über seine weiteren Pläne hält sich Klinger noch bedeckt.

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