LVMH kauf Hotelkette Belmond

LVMH kauf Hotelkette Belmond

LVMH kauf Hotelkette Belmond

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton will die Hotelkette Belmond schlucken. Den Aktionären wurden je Aktie 25 US-Dollar geboten, teilte LVMH am Freitag in Paris mit. Das wäre ein Aufschlag von 42 Prozent zum Schlusskurs der in den USA notierten Belmond-Aktie aus der Vorwoche. Die Transaktion bewertet Belmond demnach mit 2,6 Milliarden US-Dollar (2,3 Mrd Euro). Andere Berichte sprechen sogar von einem Kaufpreis in Gesamthöhe von 3,2 Milliarden US-Dollar. Belmond selbst hatte vor einigen Monaten Investmentbanken engagiert, um einen Verkauf auszuloten.

Ein globaler Player im Wein- und Spirituosenbereich ist LMVH schon lange. Zur Gruppe gehören u.a. die Châteaus Cheval Blanc, d’Yquem, Cape Mentelle, Cloudy Bay (Neuseeland), Terrazas de los Andes (Südamerika) und zahlreiche weitere Weingüter bis nach China. Champagnerhäuser von Weltformat finden sich ebenso im Portfolio, etwa Moet Chandon, Krug, Mercier, Dom Perignon, Ruinart und Veuve Cliquot.

Belmond besitzt und betreibt Luxushotels, Touristenzüge (zum Beispiel Venice Simplon-Orient-Express und Belmond Royal Scotsman), zwei Flusskreuzfahrtschiffe (Belmond Afloat in France und Belmond Road to Mandalay) sowie Restaurants an Standorten in Italien, Portugal, Brasilien und den USA. Mit diesem Schritt baut LMVH sein Geschäft mit Luxus-Übernachtungen weiter aus und sucht eine Abrundung auch zu seinen Wein- und Spirituosen-Aktivitäten.

LVMH-Chairman und Chief Executive, der französische Milliardär Bernard Arnault, freut sich über die Akquisition: „Belmond bietet außergewöhnliche Reiseerlebnisse und betreibt eine Reihe von einzigartigen touristischen Assets.“ Unter den Prestigeobjekten von Belmond befinden sich u.a. das weltberühmte Hotel Cipriani in Venedig, Le Manoir aux Quat’Saisons in Oxfordshire (GB), Copacabana Palace in Rio de Janeiro (Brasilien) und das Hotel Splendido in Portofino (Italien).

LMVH besitzt bereits Luxushotels unter den Marken Cheval Blanc in Courchevel (Frankreich), auf den Maldiven, in Saint-Barthélemy und in Paris sowie die Bulgari Hotels and Resorts. Mit der Belmond-Akquisition steigt die Zahl der Anlagen auf 36. Zu LMVH gehören auch die Modemarken Bulgari, Christian Dior, Givenchy, Kenzo, Fendi, Loro Piana und Celine.

Der Konzern ist der weltweite Branchenführer der Luxusgüterindustrie, der Rechte an über 70 Marken hält, die weltweit in knapp 4.000 Geschäften verkauft werden. LMVH wurde erst 1987 gegründet, damals durch die Fusion der Marken Moët Hennessy (Champagner, Cognac) und Louis Vuitton (Mode). Knapp 135.000 Mitarbeiter werden in den diversen Gesellschaften beschäftigt, der Gruppenumsatz beträgt rund 35 Milliarden Euro pro Jahr. Hauptaktionär ist Bernard Arnault mit durchgerechnet 46,6 %. Mit dem Guiness-Konzern werden wechselseitige Beteiligungen gehalten.

www.lvmh.com
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