Alain Ducasse kämpft gegen Ex-Partner

Alain Ducasse kämpft gegen Ex-Partner

Eifelturm-Restaurant Jules Verne: Alain Ducasse kämpft gegen Ex-Partner

Die Neuvergabe der Konzession für das höchst erfolgreiche Luxusrestaurant "Jules Verne" auf dem Pariser Eiffelturm sorgt für Aufsehen. Es geht um Prestige und Geld. Großmeister Alain Ducasse wurde, nicht unverschuldet, ausgebootet und klagt nun vor Gericht.

Ein Michelin-Stern, ein atemberaubender Blick auf Paris und viel internationale Kundschaft: Das legendäre Restaurant "Jules Verne" auf dem fast 130 Jahre alten Eiffelturm gilt als eine Perle der französischen Gastronomie. Ein Selbstläufer quasi, wie er im Hig End-Segment der Fine Dining-Branche selten zu finden ist.

Bei der Neuausschreibung für die gesamte Verpflegung auf dem Wahrzeichen der Hauptstadt bekam nun der Catering-Konzern Sodexo für die nächsten zehn Jahre neuerlich den Zuschlag. Sodexo war schon bisher Betreiber der gesamten Gastronomie im Turm und will in die Neukonzeption samt aufwendigen Umbauten bis zu 25 Millionen Euro investieren. Neue kulinarische Aushängeschilder sind die bekannten Sterne-Köche Frédéric Anton vom Pariser Drei-Sterne-Restaurant "Le Pré Catelan" und Thierry Marx vom Zwei-Sterne-Hotelrestaurant "Sur Mesure".

Anton wird für das "Jules Verne" auf der zweiten Etage des Turms verantwortlich sein. Derzeit kostet das Menü 230 Euro, als Spezialität des Hauses gilt Hummer aus dem Ofen. Thierry Marx (58) wird ab 1. Oktober 2018 an im "Le 58 Tour Eiffel" auf der ersten Turm-Etage am Herd stehen. Dies teilte die Betreibergesellschaft des Turms, Sete, mit. Bisher läuft das Sternelokal "Jules Verne" unter der Regie des Branchenstars Alain Ducasse (61). Er war laut französischen Medienberichten bisher mit Sodexo verbunden. Um eine neue Konzession hat er sich aber mit einem anderen Partner beworben und den Kürzeren gezogen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Anwalt von Ducasse berichtete, wurde bei Gericht Einspruch gegen das Auswahlverfahren eingelegt. Grund war demnach angeblicher Interessenkonflikt bei der Beratungsgesellschaft, die das Vergabeverfahren führte.

www.lejulesverne-paris.com
Zurück