Wein & Co: Verkauf unter Dach und Fach?

Wein & Co: Verkauf unter Dach und Fach?

Wein & Co: Verkauf unter Dach und Fach?


Allen Dementis und ausweichenden Antworten zum Trotz dürfte der Verkauf der österreichischen Handelskette Wein & Co an den deutschen Branchenriesen Hawesko AG unter Dach und Fach sein. Dies verlautete aus mit der Materie beschäftigten Juristenkreisen. Offen ist die Zukunft der Gastronomie, die Hawesko nicht übernimmt.

Dies dürfte auch der Grund sein, warum der Deal offiziell nicht bestätigt wird. Alle Unterschriften unter die Kaufverträge sind demnach geleistet. Hawesko möchte sich aber nicht mit der Gastronomie beschäftigen, hat damit auch in Deutschland nichts am Hut.

Die Lokale von Wein & Co sind den Handels-Outlets jeweils angeschlossen. Die größten und am besten florierenden Geschäfte haben Restaurants angegliedert. Flaggschiffe sind die Filialen/Lokale in der Wiener Innenstadt in der Jasomirgottstraße beim Stephansdom und am Naschmarkt sowie in der Mariahilfer Straße. Wer Wein & Co-Gründer Heinz Kammerer kennt, weiß, dass dieser gerne und hoch pokert. Bisher hat allerdings noch kein Käufer angebissen. Ein weiteres Problem dürfte sein, dass die Gastronomie eng mit den Handelsshops verflochten ist. Ein Asset für Gäste der Restaurants etwa ist die Möglichkeit, eine im Shop erworbene Flasche Wein im Lokal serviert zu bekommen um nur zehn Prozent Preisaufschlag. Meist noch mit einer 0,75 Liter Flasche Mineralwasser gratis dazu. Wenn der Betreiber von Outlet und Lokal aber nicht ident ist, werden solche Angebote kaum möglich sein.

Hawesko (Hamburger Wein und Sekt Kontor) ist Deutschlands führender Weinhändler mit Outlets unter gleichem Namen, der Billigkette Jacques‘ Weindepot und diversen Onlinehändlern bis hin zum Bordeaux-Experten Le Monde. Umgesetzt werden rund 450 Millionen Euro. Wein & Co kommt auf etwa ein Zehntel dieser Summe, rund 45 Millionen Euro. Wieviel davon auf die Gastronomie entfäll, ist nicht bekannt.

www.weinco.at
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