Next Generation: Jung- winzer auf Erfolgskurs

Next Generation: Jung- winzer auf Erfolgskurs

Next Generation: JungwinzerInnen auf Erfolgskurs

Nach den Kellern und Betrieben erobern erfolgreiche junge Winzerinnen und Winzer zusehends auch die Bühnen und Podeste bei den großen Weinwettbewerben. Zuletzt eindrucksvoll erlebt bei den Landesweinprämierungen in den großen Weinbau-Bundesländern und bei der SALON-Gala der ÖWM.

Vom Alter her oft noch in der Mitte der Zwanziger stehend, hat diese next generation in den elterlichen Betrieben meist im Keller das Kommando übernommen. Die Elterngeneration, in der Regel der Papa, kümmert sich derweil um die Weingärten. Das ist eine ebenso naheliegende wie sinnvolle Aufteilung, eine Erfolgsformel der stufenweisen Betriebsübergabe sozusagen: Die jungen, gut ausgebildeten WinzerInnen können ihr in den Weinbauschulen erlerntes – oft durch Praktika im In- und Ausland vertieftes – Wissen im Keller mit modernster Technik rasch anwenden. Dabei bleibt genügend Raum und Zeit zum Experimentieren, zum Learning by Doing, zum Entwickeln eines eigenen Weinstils.

Die ältere Generation sorgt im Weingarten für nachhaltige Bewirtschaftung, möglichst naturnah, und sieht zu, dass perfektes Traubenmaterial in den Keller kommt. Hier, im Weingarten, ist langjährige Erfahrung gefragt. Fingerspitzengefühl im Umgang mit der Natur, mit den Rebstöcken, den Böden, dem Wetter. Das lernt man in den Schulen zwar in der Theorie, die Praxis dauert dann aber Jahre.

Diese Symbiose scheint der Grund zu sein, dass die Generationswechsel in den Winzerbetrieben zusehends reibungsloser vonstattengehen. Das ist und war in der Landwirtschaft nicht immer und überall so. Noch vor zehn oder fünfzehn Jahren sind Betriebsfortführungen oft reihenweise an den unüberbrückbaren Differenzen zwischen den Generationen gescheitert.

Heute gibt es eine Reihe von Musterbeispielen, wie so etwas gut funktioniert. Mehr noch: die Betriebe weiterbringt, expandieren lässt und mit mehr Qualität erfolgreicher macht.

Karoline Taferner aus Göttlesbrunn in der Region Carnuntum ist so ein Paradebeispiel der next generation. „thewinemakinggirl“, wie sie sich in ihrem Instagram-Profil nennt, führt den Betrieb gemeinsam mit Papa Franz. Und nützt fast jede freie Woche für Praktika und Reisen. Als sie beim Vinaria-Event Zweigelt Hase das prämierte Familienweingut präsentierte, kam sie gerade aus Dubai zurück. Als sie zuletzt bei der Niederösterreich-Gala die Insignien des Landessiegers entgegennahm, kam sie gerade aus Neuseeland. Dass Karoline auch auf jedem Catwalk als Topmodel tolle Figur machen würde, tut dabei nichts zur Sache.

Eine lange Liste eindrucksvoller Beispiele ließe sich dazu erstellen. Etwa die jungen Schwertführerinnen aus Sooß in der Thermenregion. Oder die Vater-Sohn/Tochter-Duos Manfred & Armin Tement, Sepp & Josef Dockner, Fritz & Lukas Rieder („Weinrieder“), Franz & Christine Netzl aus Göttlesbrunn. Die Triebaumers aus Rust, die Wohlmuths oder die Polz-Familie aus der Südsteiermark, Fritz & Katharina Tinnacher (Lackner-Tinnacher) aus Gamlitz, Karl & Eva Steininger aus Langenlois, Alwin Jurtschitsch, Ingrid Groiss und so weiter.

Ein guter Boden für unseren Wein in den kommenden Jahrzehnten.



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