Weinregion Traisental

Weinregion

Traisental
683 Hektar Weinanbaufläche 
Die wichtigsten Rebsorten: Grüner Veltliner, Müller-Thurgau, Riesling, Zweigelt


Seit dem Jahr 1995 existiert diese kleine Weinbaugegend als eigenes Weinbaugebiet, das sich an beiden Ufern der Traisen südlich der Donau etwa von Traismauer bis vor die Tore der Landeshauptstadt St. Pölten erstreckt. Mag das Traisental als formaler Begriff jüngeren Datums sein, so ist es aus historischer Betrachtungsweise wohl eine der ältesten Weinregionen Österreichs überhaupt: Im idyllischen Franzhausen, einer der wichtigsten prähistorischen Fundstätten Europas, ließ sich das älteste Weinkorn Österreichs finden – ein Weinsamen, der nachweislich aus der Zeit um 2000 vor Christi Geburt stammt.

Aus klimatischer Sicht wirken sich die vom Osten einströmenden Einflüsse des pannonischen Klimas positiv aus, da sie das Erreichen einer sinnvollen Traubenreife begünstigen. Kühle Nächte, für die der nahe Dunkelsteinerwald und die Flüsse Traisen und Donau verantwortlich sind, sorgen im Verein mit den warmen Tagen für ein permanentes Ausdehnen und Zusammenziehen der Vegetation, sodass ein Ziehharmonika-Effekt eintritt. Dieses Phänomen bewirkt klar strukturierte, tieffruchtige Grüne Veltliner und Rieslinge von gewissermaßen kühler Aromatik und einer mineralischen Note, wie man sie auch von den Gewächsen der westlichen Wachau kennt.
Die Bodenstruktur ist an sich sehr vielfältig und reicht von Löss über Urgestein sowie kalkhaltige Konglomeratböden bis zu schottrigem und sandigem Untergrund.

Das Traisental hat sich als drittes Weinbaugebiet eine DAC (Districtus Austriae Controllatus) gegeben, die die beiden Hauptsorten Grüner Veltliner (maximal 6 g/l Zuckerrest) und Riesling (trocken) in einem Alkoholbereich umfasst, der auf dem Etikett mit 12 oder 12,5% angegeben sein muss; DAC Reserve gibt’s von 13% aufwärts.

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