Weinregion Wachau

Weinregion

Wachau
1.390 Hektar Weinanbaufläche
 Die wichtigsten Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Neuburger, Weißburgunder, Gelber Muskateller


Als Wachau bezeichnet wird heute das Donautal zwischen Melk und Krems, Weinbau betrieben wird aber vor allem am linken Ufer von Schwallenbach bis Unterloiben. Zum Teil sehr steile Steinterrassen, die noch auf die Klöster, welche die Wachau urbar gemacht haben, zurückgehen, prägen das Landschaftsbild. Bei Spitz an der Donau zweigt das größte Seitental, der sogenannte Spitzer Graben, ab, der über Gut am Steg bis nach Vießling führt. Die wichtigsten Weinbauorte am linken Ufer sind der Reihe nach Spitz an der Donau, St. Michael, Wösendorf, Joching, Weißenkirchen, Dürnstein und schließlich Loiben; Enklaven am rechten Ufer befinden sich in Arnsdorf, Rossatz, Mauternbach und Mautern.

In der Wachau bestehen verschiedenste Bodentypen, doch lässt sich ohne Zweifel behaupten, dass die brillanten Smaragde und Federspiele von jenen Terrassenlagen stammen, die von verwitterten Urgesteinsböden aus Granit, Gneis und Glimmerschiefer gebildet werden. Die Bodenstruktur und das Wachauer Kleinklima sind für jene glockenklare Frucht und mineralische Art verantwortlich, die das besondere Flair der allerbesten Wachauer Rieslinge und Veltliner ausmacht. Gefördert wird die Eleganz der Wachauer Weine sicherlich durch ein klimatisches Phänomen: Aus zahlreichen sogenannten Gräben, also kleinen, bewaldeten Seitentälern, strömen über Nacht vom Waldviertel im Norden und Dunkelsteinerwald im Süden regelmäßig kühlere und feuchtere Luftmassen in die Weinberge ein. Aufgrund der relativ großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und der kräftigen Luftzirkulation, zu der auch der Donaustrom beiträgt, entsteht ein Fjord-Klima oder der sogenannte Ziehharmonika-Effekt, der vermutlich bedeutend zur Aromenbildung und rassigen Struktur der Wachauer Weine beiträgt. Über die Leitsorten Veltliner und Riesling hinaus sind auch die in letzter Zeit wieder stärker forcierten Gelben Muskateller, die Weißburgunder und Chardonnays sowie die in der Bedeutung zurückgehenden Neuburger aus dem Spitzer Graben stets einen Verkostungsschluck wert.
Wenn man die Wachau grob in drei Subzonen unterteilen will, so sticht das Gebiet rund um Spitz und den Spitzer Graben durch seine auffallend eleganten Weine mit dem berühmten kühlen Hauch und einer meist rassigen Säurestruktur hervor.

Das Kernstück der Wachau rund um die alte Weinstadt Weißenkirchen, das als Thal Wachau einstmals dem gesamten Gebiet den Namen gab, bringt besonders elegante und ausgewogene Weine mit viel Schliff und Finesse hervor und beinhaltet mit Achleiten und Klaus auch zwei der allerbesten Wachauer Lagen überhaupt.

In den Weinbergen von Dürnstein und Loiben macht sich schließlich der von Osten ungehindert einströmende pannonische Klimaeinfluss in einer etwas früheren Traubenreife bemerkbar, die wiederum in mächtigen, ja opulenten Weinen voll Fruchtschmelz resultieren kann. Diese Unterzone kann deshalb auch in kühleren Jahrgängen ausgeglichene und dichte Weine voll Wachauer Rasse hervorbringen.

Erwähnenswert ist, dass beim Smaragd seit dem Jahrgang 2006 neben dem Naturkork auch Schraubverschluss und Glasstöpsel verwendet werden dürfen. Die Kapsel muss (wie der Kork) den Jahrgang tragen.

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