Cité du Vin-Ableger wird 2021 in Peking eröffnen

Cité du Vin-Ableger wird  2021 in Peking eröffnen

Cité du Vin-Ableger wird 2021 in Peking eröffnen

60 Millionen Euro möchten es sich chinesische Investoren kosten lassen, um ein nagelneues Weinmuseum aus dem Boden zu stampfen, für das die moderne und hochgelobte Cité du Vin in Bordeaux Pate steht. Die Cité du Vin ist bei dem Projekt federführend als Partner an Bord.

Das Weinmuseum mit dem Namen „Musée Universel du Vin“ soll in der Hauptstadt Peking entstehen und einiges vom Flair der Bordelaiser Weinorte mit ihren Steinhäusern einfangen. 18.000 Quadratmeter wird die Fläche betragen, die Eröffnung ist schon 2021 geplant. Standort ist der Fangshan Distrikt, etwa 40 Kilometer von der Verbotenen Stadt entfernt. Rundherum soll eine Art internationales Wein-Dorf entstehen, mit echten Weingärten, Kellern, einem Weinhotel, erzählt Projektbetreiber Weixing Tang. Für das „Dorf“ steht die weltberühmte Bordelaiser Weingemeinde St. Emilion Pate.

Die Franzosen verstehen es recht geschickt, aufsehenerregende Architektur und Inhalte ihrer berühmtesten Kulturbauten international zu exportieren, am liebsten in den arabischen Raum oder eben nach China. Assoziationen zum „arabischen Louvre“ in Abu Dhabi liegen auf der Hand. Andererseits versuchen große französische Wein- und Luxuskonzerne fast schon aggressiv am chinesischen Markt Fuß zu fassen. Mit eigenen Betrieben, Gütern oder in Kooperationen. Fast alle „big names“ der Szene vor allem aus Bordeaux haben bereits Ableger in China. Auch die großen Luxuskonzerne, allen voran Weltmarktführer LVMH, sind längst vor Ort.

Beim Projekt mit an Bord ist auch die Planungsfirma Scarabée, die bereits Erfahrung sammelte mit den Erlebniswelten Champagne Experience in Reims und der burgundischen Cité des Vins in Beaune. Stolzes Besucherziel: 500.000 Gäste im ersten Jahr.
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