Münchner Oktoberfest läuft auf Hochtouren

Münchner Oktoberfest läuft auf Hochtouren

Münchner Oktoberfest läuft auf Hochtouren

Vergangenen Samstag punkt 12.00 schlug der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter das wohl wichtigste Bierfass der Welt an und eröffnete im Schottenhamel-Zelt die Münchner Wiesn 2019. Nur zwei Schläge mit dem schweren Holzhammer benötigte Reiter dafür. Bereits Sonntag nachmittags wurde der millionste Besucher gezählt. Unmittelbar nach dem Ruf „O’zapft is“ mussten die Sanitäter schon die erste Alkoholvergiftung behandeln: eine britische Touristin hatte ordentlich vorgeglüht. Allerdings nicht mit Bier, denn das gibt es auf der Wiesn eisern erst, wenn der Oberbürgermeister angeschlagen hat.

Ein Oktoberfest der Superlative kündigt sich an, das noch bis 6. Oktober 2019 laufen wird. Mit zahlreichen neuen Attraktionen auch abseits der Festzelte, etwa ein 90 Meter hohes Maibaum-Kettenkarussell. Die Bierpreise sind wieder moderat gestiegen, die Stadt München als Veranstalter hat da ein strenges Auge drauf, um Auswüchse und Abzocke zu vermeiden. Eine Maß Festbier (1 Liter) kostet in diesem Jahr zwischen 11,40 und 11,80 Euro. Ein Liter alkoholfreie Getränke oder Mineralwasser sind nicht viel günstiger. Guter Wein ist, wenn überhaupt verfügbar exorbitant teuer. Die erste Adresse dafür ist das Weinzelt.

Die Münchner Wiesn – das Oktoberfest 2019 – in Superlativen:

• 6 Millionen Besucher kommen alljährlich auf die Wiesn, der Rekord lag 1985 bei 7,1 Millionen. 2016 ließen schlechtes Wetter und Terrorangst die Zahl auf 5,6 Millionen sinken.
• Bis zu 400 000 Menschen drängen an einem starken Tag auf das Areal.
• 34,5 Hektar (345.000 Quadratmeter) Festgelände.
• 1,23 Milliarden Euro beträgt der Wirtschaftswert nach Berechnungen der Stadt.
• 8000 fest angestellte und 5000 wechselnde Arbeitskräfte sind im Einsatz.
• 10.000 Sitzplätze fasst das größte Bierzelt, das Hofbräuzelt, inklusive Biergarten.
• 120 000 Plätze fassen alle Zelte zusammen.
• 7,5 Millionen Maß Bier (1 Liter) wurden im Vorjahr getrunken. Dazu verzehrten die Besucher hunderttausende Hendl, 124 ganze Ochsen und 48 Kälber.
• Tonnenweise gebrannte Mandeln werden auf der Wiesn verkauft.
• 318 Euro kostet zu Wiesn-Zeiten im Durchschnitt eine Hotel-Übernachtung in München, ein Querschnitt über alle Kategorien. Das sind um rund 70 % mehr im September!
• Verzehnfacht haben einzelne, besonders gefragte und angesagte Hotels ihre Preise zu Wiesn-Zeiten. Und sind trotzdem oft ein Jahr im Vorhinein ausgebucht.
• 1400 Sitzplätze haben die WC-Anlagen, dazu kommen ein Kilometer Stehplätze und 43 behindertengerechte Toiletten.
• 12.500 Gäste pro stunde kann die beschleunigt geführte, nächstgelegene U-Bahnlinie befördern
• Drohnen sind auf der Münchner Wiesn strikt verboten, es herrscht ein streng kontrolliertes Überflugverbot, satte Strafen drohen
• Große Handtaschen, Rucksäcke etc. sind ebenfalls verboten. Mit Taschenkontrollen muss generell gerechnet werden.
• 2700 Gegenstände wurden im Wiesn-Fundbüro abgegeben, darunter 840 Ausweise, 460 Geldbörsen, 350 Kleidungsstücke, 350 Mobiltelefone, 300 Schlüssel, 140 Brillen. Zudem: Zwei Eheringe von einem(!) Ehepaar. Und wie fast jedes Jahr ein Gebiss.
• „Oktoberfeste“ nach dem Münchner Vorbild werden über die ganze Welt verteilt gefeiert. So auch in Wien, wo die Wiener Wiesn diese Woche am 26. September aufsperrt und bis 13. Oktober 2019 läuft.

www.oktoberfest.de 


Zurück