Lafer fordert Welterbe-Status für die Currywurst

Lafer fordert Welterbe-Status für die Currywurst

Lafer fordert Welterbe-Status für die Currywurst

Der aus der Steiermark stammende deutsche Fernsehkoch Johann Lafer (61) fände es zum 70. Geburtstag der Currywurst angemessen, wenn diese zum Weltkulturerbe erklärt würde. „Es ist etwas, das man mit Deutschland in Verbindung bringt und die Leute wahnsinnig gerne essen. Deswegen finde ich, das wäre gar nicht so unangebracht“, sagte er im Radioprogramm SWR Aktuell (Südwestdeutscher Rundfunk).

Exakt am 4. September 1949 soll eine Frau in Berlin aus Langeweile das erste Mal eine Currywurst-Soße über eine zerstückelte Bratwurst gegossen haben. Seither war der Siegeszug der Currywurst in Deutschland nicht mehr aufzuhalten. Milliardenfach wurde diese Variante der simplen Bratwurst seither serviert, vor allem aus deutschen Imbiss-Ständen ist das Ding nicht wegzudenken. Selbst der Autokonzern VW hat eine eigene – legendäre – Currywurst-Variante am Markt, die in weitem Umkreis des Hauptsitzes Wolfsburg vom konzerneigenen Kantinenbetrieb millionenfach verkauft wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Volkswagen-Currywurst).

Über die kulinarische Qualität dieses Street- und Fastfood-Produkts kann man streiten. Eines steht aber fest: Wie die „Haaße“ in Wien oder der Leberkäs in Österreich und Bayern eint die Currywurst Generationen und alle sozialen Schichten. Als billige, einfache Nahrungsquelle war die Currywurst Leibspeise einfacher Leute in der Nachkriegszeit. Aber auch Promis aller Schattierungen sangen Loblieder auf die Currywurst. Kein Politiker, der nicht publikumswirksam Currywurst ißt. Altkanzler Gerhard Schröder erhob diese sogar zum Lieblingsgericht. Nur Angela Merkel kann ihr nicht soviel abgewinnen.

Böse Zungen behaupten gar, die Currywurst sei das Highlight der authentischen deutschen Küche. Das mag Johann Lafer zwar nicht bestätigen, sein Ruf nach dem Weltkulturerbe ist aber eine Hommage an die Currywurst.

https://lafer.de 

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