Revolution: 7 neue Rebsorten für Bordeaux

Revolution: 7 neue Rebsorten für Bordeaux

Revolution: 7 neue Rebsorten für Bordeaux

Im Kampf gegen den Klimawandel in den Weinbergen vollzieht sich im Bordelais ein höchst seltenes Ereignis: 7 neue Rebsorten sollen in den Regionen des Bordelais zugelassen werden. Das ergab eine Abstimmung unter den führenden Weingütern mit großer Mehrheit. Auch das Le Syndicat Viticole des AOC Bordeaux & Bordeaux Supérieur stellte sich hinter das Vorhaben. Die 7 Rebsorten, um die es sich handelt, sind teilweise aus anderen Herkünften und Ländern bekannt, teilweise praktisch unbekannt.

Bei den Rotweinen stehen 4 Rebsorten vor den Toren zu den Weinbergen rund um Bordeaux: Marselan, die portugiesische Leitsorte Touriga Nacional sowie die kaum bekannten Sorten Castets und Arinarnoa, eine Kreuzung aus Tannat und Cabernet Sauvignon. Für Weißweine sind in der Bordelais-Zulassung 3 Sorten vorgesehen: der von der iberischen Halbinsel bekannte Alvarinho sowie Petit Manseng und Liliorila, eine Kreuzung zwischen Chardonnay und Baroque, die in den 1950er-Jahren in Frankreich entstand.

Die französische Aufsichtsbehörde INAO muss noch ihren Sanktus geben, das soll aber nur Formsache sein. Die Zulassung der neuen Rebsorten zur Auspflanung im Bordelais ist ein Dammbruch im Kampf gegen den Klimawandel und die Erwärmung in den Weingärten. Die für Bordeaux neuen Sorten haben gute natürliche Widerstandskraft gegen Krankheiten, Fäulnis und Trockenstress, sind weitgehend hitzeresistent.

An reinsortige Abfüllung der Sorten ist allerdings nicht zu denken. Diese dienen lediglich der geringfügigen Beimischung in die klassischen Blends. Der französische Gesetzgeber plant, maximal 10 % Anteil der neuen Rebsorten an den Cuvèes zu erlauben. Zudem darf ein Winzer maximal 5 % seiner Rebfläche damit bestücken. Hält der Zeitplan, kann mit der Auspflanzung 2020/21 begonnen werden, so Le Syndicat Viticole des AOC Bordeaux & Bordeaux Supérieur.

Gültig werden sollen die neuen Bestimmungen für alle Bordeaux- und Bordeaux Supérieur-Apellationen. Diese machen rund 55 % der gesamten Rebfläche der Region aus. Zuletzt wurden daraus im Schnitt 384 Millionen Flaschein Wein hergestellt.

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