Am 25. Juli startet die Klapotetz-Saison

Am 25. Juli startet die Klapotetz-Saison

Am 25. Juli startet wieder die Klapotetz-Saison

Ein Klapotetz (slowenisch: klopotec) ist eine im südsteirischen Weinland verbreitete Vogelscheuche und als solche zu einer Art Markenzeichen des südsteirischen Weines geworden. Aber die Klapotetze stehen nicht das ganz Jahr über in den Weinbergen. Sie werden nach alter Überlieferung zu Jakobi, das heißt am 25. Juli, aufgestellt und zu Allerheiligen (am 1. November) oder zu Martini (am 11. November) wieder abgebaut. Diese Woche, am Donnerstag, ist es also wieder soweit. Die Klapotetz-Saison startet.

Der oder die Klapotetz? - Der Klapotetz besteht aus einem Windrad mit Welle und Schlägeln, die durch ihr rhythmisches Geklapper die Vögel von den Weingärten zur Zeit der Traubenreife fernhalten sollen. Der Name stammt aus dem Slowenischen: klopótec, zu deutsch „Klapper“. Im Slowenischen und im Österreichischen Wörterbuch heißt es der Klapotetz, im südsteirischen Sprachgebrauch heißt es die Klapotetz.

In Österreich hat das Windrad meist acht, in Slowenien sechs Flügel. Als Material zur Herstellung eines Klapotetz werden in der Regel vier Holzarten verwendet: Fichtenholz (auch Tanne oder Lärche) für die Flügel, Buchenholz für die Klöppel, Esche oder Kastanie für den Block und Kirschbaumholz für das Schlagbrett. Letzteres muss verwendet werden, denn nur damit werden schrille Töne, wahrscheinlich mit den Vögeln unangenehmen Frequenzen im Ultraschallbereich, erzeugt. Der Durchmesser des Windrades beträgt meistens etwa einen Meter. Am hinteren Ende des Klapotetz werden oft Birkenbuschen als Windfahne und Gegengewicht angebracht. Das Geklapper des Klapotetz ist charakteristisch für südsteirische und slowenische Weinberge.
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