Wachauer Marillen: Vor Ernte Fälscher-Warnung!

Wachauer Marillen: Vor Ernte Fälscher-Warnung!

Wachauer Marillen: Vor Ernte Fälscher-Warnung!

Am 15 Juli 2019 soll die Ernte der Wachauer Marillen starten. Oder zumindest, wetterabhängig, Mitte Juli. Derzeit stehen die Zeichen gut. Im Vorfeld beginnt damit auch die Saison der Marillen-Fälscher. Vorsicht jedenfalls, wenn vor Mitte Juli Wachauer Marillen angeboten werden oder das geschützte Logo fehlt.

Die Früchte reifen klimatisch bedingt zuerst im Raum Krems, dann stromaufwärts, und zuletzt im Spitzer Graben. Die Ernte dauert erfahrungsgemäß mehrere Wochen, da nicht alle Marillen gleichzeitig reif werden. Geerntet werden die vollreifen Früchte in sorgfältiger Handarbeit.

Absurd früh stehen oft die Verkaufsstände mit frischen Marillen an den Straßenrändern in der Wachau, an der Bundesstraße 3 oder am Südufer an der B 33 von Mautern nach Melk. Auch die beliebten Bauernstandln und Marktstände bieten durch die Bank schon Marillen an. Es handelt sich dabei aber ausnahmslos um importierte Billigware, fragwürdig in der Konsistenz, weil halbgrün geerntet, um die langen Transportwege zu überstehen. Alles, nur keine Wachauer Marillen!

Der typische, fruchstüße und intensive Geschmack der Wachauer Marille macht die Frucht einzigartig. Diese gedeiht nur in der Wachau. Viel größere Marillenanbaugebiete finden sich im Weinviertel und im Burgenland, wo auch gute Sorten reifen, aber eben andere. Katastrophal ist meist die Importware, die aus Frankreich (Frühware), Spanien und Italien stammt. Kleine Früchte, blass in der Farbe, fad im Geschmack.

Das Original: Wachauer Marille g.U. - Mit dem EU-Logo „geschützte Ursprungsbezeichnung“ und der Marke „Original Wachauer Marille“ garantieren 220 Wachauer Marillenbauern dem Konsumenten die Echtheit der Herkunft und die einzigartige Aroma- und Geschmacksqualität der Wachauer Marille g.U. Die Wachauer Marillenbauern haben sich im Verein „Wachauer Marille g.U.“ organisiert. Mit dem Ziel die Kultivierung, Erhaltung und den Schutz der Wachauer Marille g.U. zu gewährleisten. Obmann dort ist Franz Reisinger aus Spitz.

Achten Sie beim Einkauf auf das EU-Qualitätssiegel „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (g.U.), die Marke Original Wachauer Marille“, die passenden Hinweisfahnen, Sonnenschirme und Verkaufskartons. Als Logo fungiert das Wachauer Marillenzistel, der traditionelle Pflückkorb für die Marille. Die schmale und spitz nach unten zusammenlaufende Form des Zistels vereinfacht die Marillenernte in hohen Bäumen und verringert den Druck auf die im Pflückkorb unten liegenden Marillen. Als Urheimat der Marille gilt China.

Region exakt definiert - Unter der Bezeichnung „Wachauer Marille g.U.“ dürfen nur Marillen bezeichnet werden, die aus den Gemeinden Aggsbach-Markt, Albrechtsberg, Bergern im Dunkelsteinerwald, Droß, Dürnstein, Furth, Gedersdorf, Krems, Maria Laach, Mautern, Mühldorf, Paudorf, Rohrendorf bei Krems, Rossatz-Arnsdorf, Senftenberg, Spitz, Stratzing, Weinziel am Wald, Weißenkirchen, Schönbühel-Aggsbach und Emmersdorf stammen. Die Anbauregion geht damit über die Wachau hinaus, ins Kremstal und ins südliche Waldviertel. Die Orte, wo original Wachauer Marillen wachsen dürfen, sind aber genau aufgelistet.

Alle Infos, Tipps und Rezepte sowie eine Marillen-Livecam finden Sie hier:
www.marillenernte.com; www.donau.com
www.wachauermarille.at; www.wachauermarille.at/wachauer-marille/webcam 

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