25 Jahre Gastwirtschaft Floh: „Wein als Türöffner“

25 Jahre Gastwirtschaft Floh: „Wein als Türöffner“

25 Jahre Gastwirtschaft Floh: „Wein als Türöffner“

Man muss nicht Bobo-mäßig daherkommen, um angesagt zu sein. Man muss auch nicht jedem Trend nachlaufen und kann trotzdem auf der Höhe der Zeit sein. Und man muss ganz und gar nicht provinziell sein, wenn man ein Landgasthaus betreibt. – Das alles stellt Josef „Pepi“ Floh (48) in seiner „Gastwirtschaft Floh“ in Langenlebarn bei Tulln (Niederösterreich) unter Beweis. Seit exakt 25 Jahren!

Strohhut, Radius 66 und flöhliche Wortspiele – das sind vordergründige Assoziationen, wenn man an Josef „Pepi“ Floh denkt. Ja, vom Marketing versteht er eine Menge, der Floh! Aber die Sache würde nicht 25 Jahre funktionieren, stünde dahinter nicht noch viel mehr: bedingungsloser Einsatz etwa, fachliche Kompetenz und unternehmerische Qualitäten.

Erste Gäste kamen wegen der Weinkarte - „Der Floh und Wein gehören einfach zusammen. Danke an die vielen grandiosen Winzer für unvergessliche Weinerlebnisse!“ – Kein Zweifel: Der Wein spielt für den Gastwirt Pepi Floh in Langenlebarn im Tullnerfeld seit jeher eine Hauptrolle. Mehr noch, Wein ist die Basis des Erfolges wie Floh feststellt: „Viele Gäste sind im ersten Jahrzehnt über den Wein zu uns gekommen. Unsere Liebe und der Enthusiasmus für Wein waren Türöffner für viele Genießer.“ Heute ist die Gastwirtschaft Floh auch Mitglied der Jeunes Restaurateurs (JRE).

Die Beschäftigung mit dem Wein hatte aber auch, so Floh, wesentlichen Einfluss auf den Zugang zu allen anderen verwendeten Produkten: „Beim Wein hat man schon sehr früh auf Herkunft, Anbauweise, Lage und Sorte geachtet, bei Lebensmitteln war das in der Küche der 80er und 90er Jahre kaum der Fall. Genau diese Vorbildwirkung hat den Weg zu unserer Radius 66-Philosophie geebnet.“ „Radius 66“ bedeutet, dass – soweit möglich – alles von Produzenten aus einem Umkreis von 66 Kilometern bezogen wird. Für die Zutaten der Floh-Küche gilt das ebenso wie für das Mobiliar der Gaststube.

Denkwürdige Weinerlebnisse - Legendär der Wein-Oskar beim Floh, später der „Floh Wein Cup“, bei dem zwei Weinbauregionen im Fußballmatch-Stil gegeneinander antraten und Pepi Floh als Schiedsrichter und Chefanalytiker Pepperl Flohaska fungierte. Floh: „Sehr eindrucksvoll ist mir auch die Verkostung der 1995er TBA-Serie mit Luis Kracher in seinem alten Keller im Gedächtnis geblieben.“ Unvergesslich für Floh und Chef-Sommelier Benny so manche Auszeichnung, vom „Best Award of Excellence“ des „Wine Spectator“ bis zur „Weinkarte des Jahres“ von Gault Millau. Im Vorjahr setzte Floh noch eins drauf und brachte mit einer eigenen Grüner Veltliner Weinkarte mit rund 560 Positionen die wahrscheinlich größte GV-Karte der Welt heraus.

Wagram & der Rest der Welt - Doch trotz des prall gefüllten Weinkellers der Gastwirtschaft Floh ist es gar nicht so schwer, den Überblick zu behalten. Dafür hat der Floh eine eigene Weindatenbank aufgebaut, die man auf der Website www.derfloh.at abrufen kann. Nach den Suchkriterien „Winzer“, „Jahrgänge“, „Gebiet“, „Rebsorten“ und „Flaschengröße“ klickt man sich durch die Kellerregale. „Unser wichtigstes Weinbaugebiet ist der Wagram“, betont Floh. „Wir leben hier gemeinsam mit den Winzern und so ist es nur logisch, dass der Wagramer Wein unsere Weinkarte dominiert.“ Neben Österreich spielt Frankreich die Hauptrolle im Floh-Weinkeller, vor allem Burgund, Rhône, Loire und Champagne.

Floh-Klassiker & Donaugartl - Die Tatsache, dass Pepi Floh vor genau 25 Jahren den elterlichen Betrieb übernommen hat, wird beim Floh vor allem – no na – kulinarisch zelebriert. Auf der Speisekarte feiern im Jubiläumsjahr laufend verschiedene Floh-Klassiker aus 25 Jahren ein Comeback. Da darf man sich dann auf lange entbehrte old school-Spezialitäten wie „Lauwarme Kalbszunge mit Kernöl & Kren“ freuen.

Vorfreude ist auch auf die Eröffnung der Außenstelle der Gastwirtschaft angesagt: Voraussichtlich ab Juni wird das nur wenige Meter vom Donauradweg entfernt gelegene „Donaugartl“ wieder in den sommerlichen Betrieb gehen. Das von Pepis Schwester Gerda betriebene Open air-Lokal wird derzeit neu gestaltet und mit einigen Neuigkeiten aufwarten.

www.derfloh.at 


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