Südsteiermark: Ganevat-Special in der Weinbank

Südsteiermark: Ganevat-Special in der Weinbank

Südsteiermark: Ganevat-Special in der Weinbank

Was haben Naturweine und das französische Jura gemeinsam? Beides liegt im Trend. Einer, der der Philosophie des natürlichen Weinbaues treu bleibt, ohne jedoch den Anspruch zu erheben, die Biodynamik perfekt zu beherrschen, ist Jean-François Ganevat aus dem Jura. Ein Typ mit 100.000 Volt, voller Energie und gleichzeitig mit dem Charme eines Teddybären. Die Reduzierung seines Weingutes auf die Demeter-Zertifizierung ist ihm ein Graus. Er hat selbst ein sehr persönliches Bild geschaffen, wie ein großartiger Wein sein soll.

Christian Zach ist gemeinsam mit 3-Hauben-Koch Gerhard Fuchs Patron in der Weinbank, dem Restaurant-Aushängeschild der Südsteiermark. Er outet sich gerne als Ganevat-Fan: In seiner Weinbank in Ehrenhausen lagern mehr als hundert Positionen der der Domaine Jean François Ganevat.

Ab Mai tischen Christian Zach und 3-Hauben-Koch Gerhard Fuchs in ihrer Weinbank ein Ganevat-Special als Perfect Match auf: Gerhard Fuchs kocht im Wirtshaus ein Surprise Gericht zum Côtes du Jura Chardonnay 2016 „La Barraque“. Ein Chardonnay von einem Mergel Boden aus der Lias Zeitepoche. Filigran, eng und karg, zitrusduftig, ein wenig offen in der Nase, aber auch wieder mit der genialen Säure & großartiger Länge. Ohne SO2 Zugabe.

Und es gibt noch mehr Ganevat in der Weinbank: Immerhin zählt man mehr als einhundert Positionen der viel beachteten Weine der Domaine Jean François Ganevat, aber auch Weine, die zum Teil aus Traubenmaterial von befreundeten Winzern aus dem Jura, Beaujolais, Savoyen oder Elsass stammen, aber unter dem Namen des Handelshauses Anne & Jean François Ganevat auf den Markt kommen.

Fanfan - Jean François, seine Freunde nennen ihn auch Fanfan, kehrte 1998 ins Jura nach Rotalier zurück, nachdem er viele Jahre bei Jean-Marc Morey in Chassagne-Montrachet verbracht hatte. Seine Weinreben stammen teilweise aus 1902 und 1919. In manchen Jahren werden mehr als 50 unterschiedliche Weine in sehr kleinen Mengen von höchster Qualität produziert. Weine ohne Kompromisse. Im Jahr produziert Ganevat rund 40.000 Flaschen von 12 Hektar Rebfläche, davon drei Viertel Weißweine. Das Durchschnittsalter der Rebstöcke beträgt 50 Jahre, alle Arbeiten werden manuell durchgeführt.

Nur wenige Winzer schaffen es, ohne jegliche Zugabe von Schwefel so ausdrucksstarke und zugleich erstaunlich klare Weine zu gewinnen. Deshalb liefern hoch angesehenen Winzerkollegen ihm zusätzlich beste Trauben aus den eigenen Weinbergen, damit Jean-François auch aus diesen bei sich im Jura einen „Vin Naturel“ vinifiziert. In seinen eigenen Weinbergen kultiviert Jean-François Ganevat neben den bekannten Sorten Chardonnay, Savagnin, Trousseau und Poulsard auch eine Vielzahl alter, autochthoner Jura-Rebsorten, die heute bereits in Vergessenheit geraten sind. 

Es sind Sorten wie Geuche noir, Petit Béclan, Grand Béclan, Seyve Villard oder Portugais bleu, die Jean-François für die Nachwelt erhalten will. Schließlich ist gerade diese alte Artenvielfalt einer der Schätze, die das Jura bis heute für sich bewahrt hat. Dank der unermüdlichen Arbeit im Weingarten erntet Ganevat so Trauben von enormer Qualität, was allerdings auch einen geringen Ertrag bedeutet.
Luis Gutiérrez, der Parker Verkoster im Jura, bewertet diesen Wein jedes Jahrgangs zwischen 99-100 Punkten. Der Guide „La Revue du Vins de France“ bewertet die Domaine Weine seit 2018 mit drei Sternen, dem Maximum. Die Weine der neuen Generation 2014 und 2015 sind außergewöhnlich, diese atemberaubende Qualität zeigt deutlich auf, was eine Region wie das Jura erreichen kann.

Quelle: Christian Zach für „Kalk & Kegel“

www.dieweinbank.at
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