Vorletzter Domino-Stein: Wagram wird DAC

Vorletzter Domino-Stein: Wagram wird DAC

Vorletzter Domino-Stein: Wagram wird DAC

Während in Carnuntum noch kurze Verzögerung der formalen Beschlüsse eintritt, werden im jungen, kleinen Weinbaugebiet Wagram (Niederösterreich) die DAC-Pläne konkreter. Strittig ist noch die Sorte Riesling als DAC-Wein, während Grüner und Roter Veltliner Fixstarter sind.

Der Grüne Veltliner ist die Leitsorte am Wagram, steht dort – im Unterschied etwa zur nahen Wachau und dem Kamptal – fast ausnahmslos auf Lössböden, gelegentlich auf Schotterböden, die die Donau zu Urzeiten angeschwemmt hat. Die Sorte bringt am Wagram hervorragende Weine, bei Spitzenwinzern ebenso (Bernhard Ott, Anton Bauer, Franz Leth) wie im guten Mittelfeld und bei jungen Aufsteigern.

Der Rote Veltliner wiederum ist eine autochthone Spezialität der Region Wagram und erlebt unter Weinfreunden eine wahre Renaissance. Der Weißwein kann zur Spitzenform auflaufen und ist am Wagram bei rund 30 Winzern im Sortiment zu finden. Darunter auch Spitzenwinzer wie Josef Fritz, der überhaupt als „Kompetenzzentrum“ des Roten Veltliners gilt.

Strittig ist am Wagam die Rolle des Rieslings als künftiger DAC-Wein. Im Moment scheinen sich die Meinungsbildner pro Riesling durchzusetzen. Winzer, die selbst über nennenswerte Rieslinglagen verfügen, während die Mehrzahl der Wagramer Winzer keine oder nur unbedeutende Rieslingflächen bewirtschaftet.

Wird der Wagram DAC-Region – nach den „in Arbeit befindlichen“ Regionen Wachau und Carnuntum – würde damit der vorletzte Dominostein unter den österreichischen Weinregionen der DAC-Landkarte anheim fallen. Nur die Thermenregion wäre dann noch außen vor. Die Beschlüsse am Wagram könnten noch in diesem Jahr fallen, im Regionalen und im Nationalen Weinkomitee.
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