Tochter des Ober-Paten eröffnet Restaurant

Tochter des Ober-Paten eröffnet Restaurant

Tochter des Ober-Paten eröffnet Restaurant

Die jüngste Tochter eines der einst gefürchtetsten und mächtigsten Mafiapaten Italiens geht in Frankreich in die Gastronomie: Lucia Riina eröffnete kürzlich ihr sizilianisches Restaurant – und benannte es nach der Mafia-Hochburg Corleone, einer Kleinstadt in der Nähe Palermos.

Salvatore Riina war bis zu seinem Krebstod 2017 Mitglied der sizilianischen Cosa Nostra und für rund zwei Jahrzehnte Oberhaupt des Clans in der berüchtigten Mafia-Hochburg Corleone. Der mutmaßliche „Capo di tutti i capi“ (Boss der Bosse) wurde aufgrund seiner Brutalität von den Medien auch „Die Bestie“ genannt. Er starb in Haft, in der er 24 Jahre verbrachte.

Nun hat Lucia Riina, die jüngste Tochter des verstorbenen Paten, in Paris in der Rue Daru das Restaurant „Corleone“ eröffnet und bietet dort italienisch-sizilianische Küche an. Der Bürgermeister der sizilianischen Stadt war davon allerdings gar nicht begeistert. Es sei nicht richtig, dass Mitglieder einer Familie, die das Image dieser Stadt zerstört hätten, eine Familie, die Dutzende Menschen aus Corleone getötet habe, den Namen ihrer Stadt für wirtschaftliche Vorteile missbrauche, erklärte Nicolò Nicolosi Medienberichten zufolge. Lucia Riina will sich zum Thema jedoch nicht äußern und forderte Respekt für ihre Privatsphäre.

Lucia ist nicht das erste Familienmitglied, das den Namen der Mafia-Legende für Marketingzwecke zu nutzen versucht. Auch ihre Schwester Concetta tat dies bereits, eröffnete einen Online-Espressoshop unter der Marke „Uncle Totò“.
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