Millionen-Investition: Wasser für das Kremstal

Millionen-Investition: Wasser für das Kremstal

Millionen-Investition: Wasser für das Kremstal

Exakt 212,5 Hektar Weingärten sollen in und um der Stadt Krems künftig bewässert werden. Die „Wassergenossenschaft Frechau“ unter Obmann und Topwinzer Marti Nigl investiert damit in die Qualität der besten Lagen.

„Wir werden damit alle guten und sehr guten Kremser Lagen bewässern können“, freut sich Martin Nigl für die rund 200 Mitglieder der Wassergenossenschaft Frechau. Durch die trockenen, heiߥn Sommer der vergangenen Jahre leiden die an sich schon sehr guten Lagen unter Trockenstress. Etwa die Sandgrube, Weinzierlberg, Holzgasse und Frechau, aber auch die am nördlichen Stadtrand Richtung Gneixendorf gelegenen Lagen Thurnerberg und Limberg.

Rund 3,3 Millionen Euro sollen bis 2020 investiert werden, das sind etwa 15.000 Euro pro Hektar. Fr Brunnen, Pumpstationen und Kunststoffleitungen, die aus Gründen der Frostsicherheit 8 cm tief im Boden verlegt werden. An den Weinstöcken enden die Verästelungen dann als Tropfleitungen.

4.000 Meter Leitungen werden dabei pro Hektar Weingarten verlegt, insgesamt benötigen die 212,5 Hektar rund 1.200 Kilometer Wasserleitung. Derzeit laufen die wasserrechtlichen Bewilligungsverfahren, Probebohrungen und die Suche nach den vier besten Brunnenstandorten. Angezapft wird der sogenannte Tullnerfelder Grundwassersee, den die Donau aus ihren unterirdischen Grundwasserströmen speist. Der entscheidende Pumpversuch erfolgt noch in diesem Herbst. Baubeginn ist im kommenden Jahr geplant.

Klare Wertsteigerung - Die Hälfte der Projektkosten werden vom Land Niederösterreich gefördert. Die gesamte mögliche Projektfläche wären sogar rund 300 Hektar, aber nicht alle Weingartenbesitzer beteiligen sich an der Wassergenossenschaft. Mit dabei ist jedoch die Stadt Krems mit ihrem Weingut der Stadt Krems, das selbst rund zehn Hektar Fläche einbringt. Die zehn größten Betriebe der Genossenschaft stellen rund 85 Prozent der Gesamtfläche, die bewässert werden soll.

Die Weingärten in diesen guten Lagen werden damit noch wertvoller. Die hier gelesenen Traubenqualitäten sollen dadurch auch für die Zukunft abgesichert und noch verbessert werden. Neben Obmann Martin Nigl kämpfen für die rasche Umsetzung auch dessen Stellvertreter Fritz Miesbauer, Chef im Weingut der Stadt Krems und Winzer Peter Rethaller im Vorstand.

Erwin Goldfuss
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