„JÖ“: Der Junge Österreicher 2018 ist da

„JÖ“: Der Junge Österreicher 2018 ist da

„JÖ“: Der Junge Österreicher 2018 ist da!


Der Jahrgang 2018 beglückt Freunde junger, frischer Weine so früh wie selten. In Form des „Jungen Österreichers“ warten die ersten Weine des Jahrgangs 2018 bereits darauf, unkomplizierte Gaumenfreude zu verbreiten. Wiewohl dieses Jungweintrinken nicht jedermanns Sache ist.

Perfekt ausgereiftes Traubengut in großer Menge und eine der zeitigsten Weinernten der vergangenen Jahrzehnte: Der Jahrgang 2018 verlangte den österreichischen Winzern und Weinreben speziell im heißen Sommer zwar einiges ab, revanchiert sich nun aber auf großzügige Art und Weise. Während die Weinlese in vielen Weinbaugebieten des Landes aktuell noch in vollem Gange ist, wurden die ersten Vorboten des neuen Jahrgangs bereits vinifiziert und warten als „Junger Österreicher“ darauf, verkostet zu werden: frischfruchtige Weine voll jugendlichem Elan, die aufgrund ihrer traubigen Aromastruktur und harmonischen Säure nur so vor Trinkfreude sprühen, meint die Österreichische Weinmarketing (ÖWM) in einer Aussendung.

„JÖ“ nicht unter 3 Euro pro Flasche - Generell gibt es keine Sortenbeschränkung für den „Jungen Österreicher“. Naturgemäß eignen sich aber frühreife weiße Sorten wie Bouvier, Müller-Thurgau und Neuburger, aromatische Vertreter wie Frühroter Veltliner und Muskat Ottonel sowie frühe Rotweinsorten wie Blauer Portugieser am besten für diese Art von Jungweinen. Dazu gesellen sich erste Chargen von Welschriesling, Sauvignon Blanc, Chardonnay oder Zweigelt. Reinsortig oder als animierende Cuvée ausgebaut, muss ein Jungwein die Prüfung zum Qualitätswein bestehen und darf nicht unter 3 Euro pro Flasche verkauft werden, um das begehrte „JÖ“-Logo tragen zu dürfen.

Einige Weinbaugebiete treten sogar mit eigenen Jungwein-Marken an: Primus Pannonikus aus dem Burgenland, Junger Wiener, Primus Carnuntum, der Junge Hiata aus der Thermenregion oder auch der am 25. Oktober 2018 erscheinende Steirische Junker.

Laut Bundeamt für Weinbau in Eisenstadt wurde bereits am 2. August (!) der erste Wein des Jahrgangs 2018 zur Prüfnummer eingereicht. Schon zwei Tage später erfolgte die Prüfnummernkost mit positivem Ausgang für diesen Wein der Sorte Bouvier aus dem burgenländischen Seewinkel. Bis zum 21. August wuchs die Zahl der Einreichungen bereits auf zehn an, diese stammten neben dem Burgenland aus dem Weinviertel und dem Traisental.

Zwiespältiges Vergnügen – Der Genuss von derart jungen Weinen ist ein zwiespältiges Vergnügen, sorgt unter Weinfreunden und Vinaria-Lesern stets für Diskussionen. Während die einen den zwanglosen Trinkspaß im Vordergrund sehen, wenden sich die anderen mit Grausen ab. In der Tat präsentieren sich derart junge Weine meistens mostig bis apfelig, mit stark ausgeprägter Säurestruktur und wenig Abgang. Sie erinnern vielfach mehr an Most als an Wein. Die sinnvolle Lebensdauer solcher Weine beschränkt sich in der Regel auf wenige Monate, der Alkoholgehalt ist gering.

www.oesterreichwein.at
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