René Benko plant ein KaDeWe in Wien

René Benko plant ein KaDeWe in Wien

René Benko plant ein KaDeWe in Wien


Der Kika/Leiner-Verkauf an Immobilien-Milliardär René Benko ist gelaufen und wurde bei der Wettbewerbsbehörde (BWB) angemeldet. Mit Widerstand der Behörden wird nicht gerechnet, weil Signa bisher nicht im Möbelhandel tätig ist. "Aufgrund der Dringlichkeit hat das für uns Priorität und wir werden eine schnelle Prüfung sicherstellen", wird BWB-Chef Theodor Thanner in Pressemeldungen zitiert.

Der Tiroler Immobilienentwickler denkt einem Bericht der Tageszeitung Die Presse zufolge über den Einstieg von KaDeWe in Österreich nach. Als Standort des ersten Luxuskaufhauses außerhalb Deutschlands hat er die Mariahilferstraße im Visier. Konkret gehe es um die Leiner-Filiale, die schon bald umgebaut werden soll. KaDeWe ist Teil der Karstadt-Luxuskaufhaus-Gruppe, die in der Holding Signa Premium gebündelt ist.

Naben dem legendären Berliner Shoppingtempel KaDeWe („Kaufhaus des Westens“, zu Zeiten als Berlin noch geteilt war zwischen BRD und DDR) gehören zur Gruppe das Alsterkaufhaus in Hamburg und der Oberpollinger in München, alle in feinster Zentrumslage. Die Kaufhäuser zeichnen sich neben dem üblichen Angebot durch riesige Feinkostabteilungen auf höchstem Niveau aus, die dem Harrods in London ebenbürtig sind.

„KaDeWe Wien“ - Schon länger gibt es Pläne, mit einem KaDeWe nach Wien zu kommen, wo es diesen Kaufhaustyp nicht gibt. Mit der bereits zum Jahreswechsel vorweg von Signa erworbenen Leiner-kika-Immobilie an der Mariahilferstraße in bester Wiener Shoppinglage bietet sich nun der passende Standort geradezu an. „KaDeWe Wien“ würde damit Meinl am Graben frontal angreifen, aber auch andere Edel-Lebensmittelhändler wie Merkur Hoher Markt oder die Billa Corso-Filialen. KaDeWe denkt allerdings hinsichtlich Flächen und Sortiment in anderen Dimensionen.

Pikant: Signa ist auch Eiegntümerin der Luxusimmobilie am Wiener Graben, in der Meinl eingemietet ist. Hier tobt dem Vernehmen nach ein erbitterter Mietrechtsstreit, weil Signa eine marktkonforme Miete fordert, Meinl aber aus einem unbefristeten Vertrag heraus nur einen Bruchteil zahlt.

Ungemach dieser Art droht auch im Leiner-Haus an der Mariahilfer Straße: Im Dachgeschoss dieses Hauses genießt Ex-kika/Leiner-Eigentümer Herbert Koch lebenslanges Wohnrecht auf rund 1.000 m2 mit ausschweifender Dachterrasse. Dieses hat er sich beim Verkauf seiner Möbelkette an die Steinhoff-Gruppe ausgehandelt. Experten rechnen damit, dass Signa zumindest versuchen wird, dieses Wohnrecht anzufechten. Erfahrung damit hat der Immobilien-Entwickler, wurde doch auch Ex-Bawag-General Helmut Elsner beziehungsweise dessen Frau aus der noblen Dachwohnung der ehemaligen Bawag-Zentale in den Tuchlauben (heute: „Goldenes Quartier“) erfolgreich hinausgeklagt.

www.signa.at
Zurück