30 Mio. Euro für Weine von Henri Jayer

30 Mio. Euro für Weine von Henri Jayer

30 Mio. Euro für Weine von verstorbenem Starwinzer Henri Jayer


Bei einer Auktion in Genf (Schweiz) sind kürzlich 1.064 Flaschen Wein des französischen Winzers Henri Jayer für 30 Mio. Euro unter den Hammer gekommen. Ihr Wert war vorher mit 5,7 Mio. bis 11,2 Mio. Euro veranschlagt worden. Die edlen Tropfen stammen aus dem persönlichen Weinkeller des 2006 im Alter von 84 Jahren verstorbenen Starwinzers aus dem Burgund, den Fans als den „König des Pinot Noir“ verehren.

Schon mehrfach erzielten Weine von Henri Jayer Weltrekordpreise auf internationalen Auktionen. Diesmal wurden insgesamt 855 Standardflaschen und 209 Magnumflaschen mit Weinen der Jahrgänge zwischen 1970 und 2001 versteigert. Die Käufer sind unbekannt. Das Auktionshaus Baghera Wines sprach lediglich von wohlhabenden Sammlern aus Asien, Amerika und Europa, die immer wieder auf derartigen Versteigerungen hohe Gebote abgäben.

INFO – Henri Jayer war ein Innovator und Pionier in der Luxusweinwelt. Er entwickelte seine eigenen Arbeitsweisen, die er über Jahrzehnte im Burgund mit Pinot Noir aufbaute. Jayer spezialisierte sich früh auf die Produktion hochwertiger Luxusweine mit größtmöglichem Reifepotenzial. Nach Ende des 2. Weltkrieges schloss Henri Jayer eine Vereinbarung mit Madame Noirot-Camuzet vom Weingut Camuzet, wonach er die komplette Verwaltung des Weinguts übernahm und dafür die Hälfte der Traubenernte bekam.

Ab 1951 produzierte Jayer unter seinem Namen. Trotzdem war er weiterhin als Berater für das Weingut Camuzet tätig. Bis 2001 produzierte Henri Jayer die Weine selbst. Er setzte im Weingarten auf Pflügen und füllte seine Weine stets unfiltriert ab. Jayers Paradelage war Premier Cru Cros-Parantoux. Die Weine sind in spezialisierten Sammlerkreisen als Investitions- und Spekulationsobjekt begehrt. Immer wieder werden bei Auktionen Höchstpreise erzielt. Getrunken werden die am Markt befindlichen Weine allerdings kaum.
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