Die besten Weine Niederösterreichs

Die besten Weine Niederösterreichs

Die besten Weine Niederösterreichs

Preisregen für Thermenregion-Winzer Martin Schwertführer bei Niederösterreichs Landesweinprämierung 2018. Sein Dreifachsieg ist auch Ergebnis einer funktionierenden Zusammenarbeit der Generationen. Ein Trend in Niederösterreichs Weinbaubetrieben, wie es scheint.

Beeindruckend, welchen Stellenwert Niederösterreichs Winzerinnen und Winzer in der heimischen Landwirtschaft haben und welch hohe Qualität sie Jahr für Jahr in die Flasche bringen. Besonders deutlich wird das alljährlich bei der Landesweinprämierung mit der glanzvollen Weingala. Rund 300 Gäste – Weinproduzenten, Vertreter der Weinwirtschaft, der Politik und weitere Weinpersönlichkeiten – hatten sich am Mittwoch, 6. 6. im Festsaal der Burg Perchtoldsdorf eingefunden, um es endlich zu erfahren: Wer wird Landessieger?

Wachsende Bedeutung
Die Bedeutung dieses heuer zum 31. Mal durchgeführten Bewerbes wächst von Jahr zu Jahr. „Wir konnten die Anzahl der teilnehmenden Betriebe von 861 auf 908 steigern“, freut sich Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ, über die diesjährige Rekordbeteiligung. Ein Indiz für die immer größere Dichte an Topbetrieben im größten Weinbundesland Österreichs.

2017 war kein leichtes Weinjahr, aber eines, das es letztendlich gut mit den Winzerinnen und Winzern meinte. „Ein großartiger Jahrgang!“, so der einhellige Tenor. Wohl auch ein Grund dafür, dass nicht nur die Teilnehmerzahl, sondern auch die Anzahl der eingereichten Weine auf eine Rekordhöhe stieg: Die Verkostungs-Fachjury musste letztlich aus 5.069 Weinen jene 17 Weine erwählen, die das begehrte goldene Landesweinsieger-Siegel erhalten sollen.

Dreifachsieger und Weingut des Jahres
Bei einer derart hohen Zahl an Konkurrenten wird natürlich besonders gehofft und gezittert. Ein filmreifes Happy End gab es an diesem Abend für die Familie Schwertführer aus Sooß (Thermenregion). So viele Auszeichnungen wie die „47er“ hat noch niemand an einem einzigen Abend abgeräumt: drei mal Landessieger, einmal „Weingut des Jahres“ und zum Drüberstreuen die „TOP HEURIGEN“-Auszeichnung für die Thermenregion. Ob Betriebschef Martin Schwertführer solch einen Erfolg in Erwägung gezogen hat? „Ja und nein“, antwortet er erfrischend ehrlich. „Ja, weil ich bei allen drei siegreichen Weinen ein sehr gutes Gefühl hatte, nein, weil du bei über 5.000 Einreichungen niemals fix auch nur mit einem einzigen ersten Platz rechnen kannst!“ Die ganze Familie Schwertführer strahlte um die Wette. Schließlich sind auch die Töchter Anna (20) und Kathi (17) bereits stark ins Weinmachergeschehen involviert. Beim siegreichen Eiswein „Gelber Muskateller 2017“ hatte Kathi die Finger Spiel, der „Zweigelt Alte Reben 2017“ entstand unter Beteiligung von Anna. Und Schwertführers „Privat Cuvée 2016“, Sieger in der Kategorie „Rot Cuvée“, bleibt für Vater Martin Schwertführer etwas ganz Besonderes: „Schließlich kommen in unseren Privat Cuvée nur eine Auswahl aus den besten Fässern. Da sind die Erwartungen schon sehr hoch.“

Erfolgreich durch Arbeitsteilung
Eine Familienangelegenheit ist der Weinbau auch für den zweiterfolgreichsten Betrieb des Abends: Im Weingut Müller (Krustetten, Kremstal) werken gleich mehrere Generationen. Dabei haben die Brüder Leopold und Stefan Müller ihre Aufgabenbereiche scharf getrennt. Stefan ist für die Weingärten zuständig, Leopold kommt ab der Traubenübernahme bis zur Vermarktung ins Spiel. Mit den Weinen „Grüner Veltliner Kremser Kogl 2017“ und „Chardonnay Ried Fuchsberg Reserve 2017“ erzielten Leopold und Stefan einen Doppelsieg.

Weichenstellung für eine erfolgreiche Zukunft
Auffallend an diesem von Birgit Perl (ORF NÖ) moderierten Abend: Sehr oft waren es sehr junge Winzer-Söhne und -Töchter, die auf die Bühne traten, um die Landessieger-Trophäen aus den Händen von LH-Stv. Stephan Pernkopf und weiteren Ehrengästen und Landwirtschaftskammer-Funktionären entgegenzunehmen. In vielen Betrieben kündigt sich nämlich die Wachablöse an. Und es scheint meist mit Toleranz und gegenseitigem Respekt abzulaufen. Und mit Humor, wie es Jungwinzer Stefan Eminger (Obersulz, Weinviertel) auf den Punkt brachte: „Der Papa sagt ‚Geh du nach vorn!’, und wenn ich was falsch mache, dann schreit er eben!“ Beim Welschriesling 2017 war Papa Manfred Eminger wohl ziemlich ruhig. Schließlich gab´s dafür diesen Wein den Landesieg in dieser Sortenklasse.

Für die Zukunft lässt dieses starke gemeinsame Auftreten von Jung und Alt einiges hoffen, wie auch LH-Stv. Stephan Pernkopf bekräftigte: „Unsere Winzer gelten zurecht als Elite und stellen mit ihren Betrieben immer wieder die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.“


Hier finden Sie alle Preisträger auf einen Blick:

Download Liste der Landessieger - Stockerlplätze

Download Liste der Landessieger nach Bezirken


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