Großer Durst: Hierher holt China seine Weine

Großer Durst: Hierher holt China seine Weine

Großer Durst: Hierher holt China seine Weine


745 Millionen Liter Wein importierte China im Vorjahr (2017), wobei Tank- und Flaschenimporte addiert wurden. Der Gesamtwert beträgt etwa 2,3 Milliarden Euro und stieg gegenüber dem Jahr davor um 18 % im Wert und um 16,9 % in der Menge. Größter Lieferant ist, wie zu erwarten, Frankreich. China gilt mittlerweile als der wichtigste Wein-Absatzmarkt der Welt. Der Durst der Chinesen und da vor allem der aufstrebenden Mittelschicht wächst unaufhaltsam. Die ebenfalls stark steigende Inlandsproduktion kann nach wie vor nur einen Bruchteil der benötigten Menge und kaum Spitzenqualitäten abdecken.


Geringe Liter-Preise - Frankreich ist der größte Exporteur von Weinen nach China, lieferte im Vorjahr 217,8 Millionen Liter, was einem Zuwachs von 14% an Menge entspricht. Wertmäßig stiegen die Exporte Frankreichs hingegen nur um 8,8 %, was auf sinkende Preise hindeutet. Wie überhaupt: der durchschnittliche Literpreis französischer Weine beträgt nur knapp vier Euro oder 3 Euro pro Flasche 0,75! Das ist die wahre Überraschung. Es gelangen also im Durchscnnitt vorwiegend französische Billigweine nach China. Trotzdem kommen auch die teuersten Importweine Chinas, von Menge und Wert, aus Frankreich, vorwiegend aus dem Bordelais und Burgund.

Die Plätze 2 und 3 in der Importstatistik gehen an Australien (105,8 Mio Liter, + 33,3%) und Chile (74,4 Mio. Liter, + 24%). Spanien und Italien folgen dahinter, danach mit großem Abstand USA, Südafrika, Portugal, Georgien(!!) und Argentinien. Die beiden letzteren lieferten immerhin noch jeweils über fünf Millionen Liter Wein nach China. Österreich und Deutschland kommen in dieser Statistik gar nicht vor. Insgesamt sind die Durchschnittspreise pro Liter oder pro Flasche sehr gering, liegen bei den meisten Lieferländern noch deutlich unter den für Frankreich genannten Werten.
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