Hilfe! Jamie’s Italian in finanzieller Schieflage

Hilfe! Jamie’s Italian in finanzieller Schieflage

Jamie’s Italian in finanzieller Schieflage


Jamie's Italian, die italienische Restaurantkette von Starkoch Jamie Oliver, die kürzlich auch in der Wiener Innenstadt eröffnete, braucht finanzielle Hilfe. Nach Liquiditätsproblemen musste jetzt das Mutterunternehmen des millionenschweren Küchepopstars eingreifen und Mittel zuschießen. Auf dem Weg heraus aus der Schieflage soll nun das Beratungsunternehmen AlixPartners helfen und einen Turnaround-Plan erarbeiten.

Die rund 60 Standorte zählende Marke Jamie's Italian bildet den Kern des Restaurant-Imperiums von Jamie Oliver. Nach Verlusten von 9,9 Mio. Pfund (11,2 Mio. Euro) im vergangenen Jahr sprang jetzt die Jamie Oliver Group mit einem kurzfristigen Darlehen ein. Die Finanzberater von AlixPartners wurden dem Vernehmen nach angeheuert, um einen Cash Flow Management-Plan zu installieren. Dabei soll vor allem die Kostenstruktur des Konzepts unter die Lupe genommen werden. Branchen-Experten erwarten zudem weitere Schließungen, nachdem das Unternehmen vor einigen Monaten bereits sechs Standorte in Großbritannien dichtgemacht hatte. Damals begründete Jamie Oliver diesen Schritt mit dem Brexit, dem Austritt Großbritanniens aus der EU, was aber völlig unglaubwürdig war. Zurück getreten ist der langjähriger Managing Director Simon Blagden.

Nicht betroffen sind vorerst Jamie Olivers Fifteen-Restaurants in London und Cornwall und die zwei Barbecoa-Standorte in London. Während das Jamie Magazine im Oktober 2017 nach neun Jahren eingestellt wurde, sind Jamie Olivers Bücher nach wie vor beliebt. Das jüngste, „5 Ingredients“ (5 Zutaten), könnte sein bislang meistverkauftes werden. Seit der Veröffentlichung wurden 44.000 Exemplare verkauft - Platz 1 der aktuellen Bestseller-Liste im britischen Buchhandel.

Die in den vergangenen Jahren mehrfach angekündigte Eröffnung eines deutschen Standorts der Marke hat sich bisher immer wieder zerschlagen. Dafür feierte Jamie's Italian im Oktober seine Premiere in Wien und eröffnete in zentraler Innenstadtlage am Karl-Lueger-Platz, wo sich früher jahrzehntelang das Pleite gegangene Harry’s Time befand. Betrieb und Investition und wohl auch die happige Lizenzgebühr für den Wiener Stadtort zahlt allerdings die ungarische Betreibergesellschaft, die Zsidai Gastronomy Group , deren Boss Zoltán Roy Zsiday ist. Das Unternehmen ist von den Problemen des Lizenzgebers nicht betroffen.

www.jamieoliver.com/italian
www.jamieoliver.com/italian/austria/restaurants/stubentor

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