D-Weinlese: Wenig Menge, gute Qualität

D-Weinlese: Wenig Menge, gute Qualität

Deutsche Weinlese: Wenig Menge, gute Qualität


Die deutsche Weinernte ist im wesentlichen zu Ende, ungewöhnlich früh. Der Weinjahrgang 2017 zeichnet sich in Deutschland durch geringe Menge und gute bis sehr gute Qualitäten aus. So lautet eine erste vorläufige Bilanz des Deutschen Weininstituts (DWI). Noch gelesen wird vor allem an der Mosel und im Rheingau, wo der Riesling dominiert.

Die Erntemenge aller Weinanbaugebiete in Deutschland wird vorläufig auf 7,5 Millionen Hektoliter geschätzt. Das wären 18 Prozent weniger als im vergangenen Jahr und auch 18 Prozent weniger als im langjährigen Mittel. Besonders viel Menge ging an der Mosel verloren, wo mit einem Verlust von 25 Prozent auf 600 000 Liter gerechnet wird. Ähnlich lauten auch die vorläufigen Ergebnisse von der Nahe (minus 18 Prozent auf 270 000 hl) und von der Ahr (minus 21 Prozent auf 31 000 hl).

Nach starken Frösten in der zweiten Aprilhälfte gab es im Sommer teilweise schwere Hagelunwetter. Der September begann dann vielfach kühl und regnerisch, was die Lese nochmal beschleunigte. Für einen Qualitätsschub sorgten dann vielfach die beiden letzten Septemberwochen mit viel Sonne.

Die deutschen Winzer stehen mit dem Ernterückgang nicht allein da. Europaweit scheint sich 2017 die kleinste Ernte seit 2000 abzuzeichnen. Das lässt die Preise steigen. Mit 146 Millionen Hektolitern werde die europaweite Erntemenge um 14 Prozent schlechter ausfallen als im vergangenen Jahr, wird prognostiziert. Der Ernterückgang in Italien von elf Millionen und in Frankreich von 8,4 Millionen Hektolitern ist jeweils größer als der Gesamtertrag der deutschen Winzer.


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