VDP-Weinauktionen mit Rekord-Ergebnissen

VDP-Weinauktionen mit Rekord-Ergebnissen

VDP-Weinauktionen mit Rekord-Ergebnissen


Mit Preisrekorden endeten die diesjährigen Weinversteigerungen des Verbandes deutscher Prädikatsweingüter (VDP) an Mosel und Nahe. Für eine 100 Punkte TBA von Gut Hermannsberg beispielsweise fiel der Hammer bei 13.245 Euro. Kabinettstückchen von Egon Müller stiegen von 30 auf 180 Euro.

Bereits zum Start wurden in Trier bei der traditionellen Weinauktion des VDP.Mosel für die angebotenen 12.000 Flaschen aus aktuellen Jahrgängen 1,24 Mio Euro erlöst, was einem Durchschnittspreis von 103 Euro pro Flasche entspricht. An der Nahe fanden 5.162 Flaschen im Wert von 936.967 Euro ihre Liebhaber. Gebote von Weinfans aus der ganzen Welt kamen zum Zug.

Egon Müller konnte sich nach 2015 erneut über einen neuen Weltrekord freuen. Sein 2016 Scharzhofberger "Alte Reben" geht als teuerster Riesling Kabinett in die Versteigerungs-Geschichte ein. Ausgerufen für 30 Euro, wurden die 1.200 Flaschen für je 180 Euro ersteigert. Dies zeigt einmal mehr, welch Renaissance der klassische Kabinett, der für seine Eleganz, dezente Restsüße und einen relativ niedrigen Alkoholgehalt geschätzt wird, gerade erlebt.

Auch der Andrang zur Herbstversteigerung des VDP.Nahe war groß. 200 internationale Gäste verfolgten die Spitzenwein-Auktion aus vier VDP.Regionen. Ein Wein hatte bereits im Vorfeld der Versteigerung für großes Interesse unter den Bietern gesorgt. Die ehemalige Weinbaudomäne Gut Hermannsberg stellte eine 2015 Kupfergrube Riesling TBA zur Versteigerung an. Die einzigen frei verkäuflichen Flaschen dieses Weines kamen unter den Hammer: 6 x 0,375 l und eine 1,5 l Magnumflasche. Für letztere fiel der Hammer bei sensationellen 13.245 Euro.

Erlebnis „nasse“ Versteigerung und online mitsteigern - Auch in diesem Jahr konnten Weinliebhaber, denen es nicht vergönnt war persönlich bei den Weinversteigerungen dabei zu sein, rund um den Globus bei allen drei Auktionen online mitbieten. Das Mitsteigern kann natürlich nicht das Vor-Ort-Erlebnis ersetzen: Sämtliche Auktionen beginnen mit einer Vorprobe aller Weine am Morgen. Bei der „nassen“ Versteigerung am Nachmittag werden alle Weine mit Ausnahme der Unikate und Raritäten vor dem Aufruf durch den Auktionator nochmals ausgeschenkt.

Die Versteigerungen sind für die Prädikatsweingüter schon seit ihrer Gründung 1897, als sie noch Sämtliche Weine kommen direkt aus den Erzeugerkellern, eine Garantie für Authentizität und Qualität der Weine. Nur die besten Weinpartien eines Jahrgangs kommen unter den Hammer: Lagenweine vom Kabinett bis zur Trockenbeerenauslese. Gebote darf jeder Weinfreund abgeben, aber im Saal dürfen nur die zugelassenen Kommissionäre steigern. Diese fachkundigen Mittler nehmen Gebote noch bis unmittelbar vor Versteigerungsbeginn entgegen.

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