Cava-Schaumweine mit neuer Klassifikation

Cava-Schaumweine mit neuer Klassifikation

Cava-Schaumweine mit neuer Klassifikation


Die neue Klassifikation "Cava de Paraje Calificado" kennzeichnet künftig Spitzen-Schaumweine aus Spanien. Die Bezeichnung für Premium-Schaumweine ist den bisherigen Einteilungen Reserva und Gran Reserva übergeordnet. Die Trauben, die für diese Cavas verwendet werden, müssen aus einer spezifischen Lage einer einzelnen Kellerei und von Reben, die älter als zehn Jahre sind, stammen. Die Vinifizierung erfolgt direkt auf dem Weingut, im Anschluss reifen die Weine mindestens 36 Monate auf der Flasche, bevor sie ausschliesslich als "Brut" auf den Markt kommen. Viele Winzer arbeiten bei ihren Premium Cavas schon lange nach diesen Kriterien. Bei den Konsumenten soll die neue, zusätzliche Kennzeichnung den Stellenwert das Cava weiter heben.

Das sind die Anforderungen an „Cava de Paraje“: kleine klassifizierte Parzelle mit maximal 8.000 Kilogramm Ertrag pro Hektar, wobei die Rebstöcke mindestens 10 Jahre alt sein müssen. Jahrgangscava und Mindestlagerzeit auf der Hefe 36 Monate bis zur Klassifizierung "Brut". Ausschliesslich traditionelle Rebsorten, keine Rosados. Herstellung und Vermarktung müssen völlig transparent und kontrollierbar sein, ständige Qualitätskontrollen im Betrieb und abschließende, kommissionelle Verkostung. Der Cava soll ein eigenes Label oder Etikett tragen.



Die ersten zwölf Cavas nach dem neuen Kodex:

Vinyes de Can Martí - Torelló 225 Brut Nature Gran Reserva
Turó d'en Mota - Recaredo
Serral del Vell - Recaredo Brut de Brut (Brut Nature)
Vallcirera - Alta Alella Mirgin Gran Reserva
La Capella - Juvé i Camps
Can Sala - Freixenet Casa Sala
La Pleta - Codorníu
El Tros Nou - Codorníu
La Fideuera - Codorníu
Can Prats - Vins el Cep Claror (Bio-dynamic)
Font de Jui - Gramona III Lustros
Terroja - Castellroig Reserva de la Familia


Mehr als 245 Millionen Flaschen Cava aus Spanien wurden 2016 weltweit verkauft (244 Millionen in 2015), knapp 30 Millionen lassen sich den hochwertigen Kategorien Reserva oder Gran Reserva zuordnen. Mehr als ein Drittel dieser gigantischen Menge wird in Spanien selbst konsumiert, knapp die Hälfte geht in den Export in EU-Länder. Mengenmäßig wird mehr Cava aus Spanien exportiert als Champagner aus Frankreich.

Für Cava sind die Sorten Parellada, Xarel·lo, Macabeo (Viura), Subirat (Malvasia Riojana), Chardonnay und seit Mai 2007 auch Pinot Noir sowie Rosados Monastrell und Garnacha Tinta zugelassen. Neben den Rebsorten sind auch die Hefelagerzeiten für die D.O. Cava genau festgelegt. So muss der klassische Cava mindestens neun Monate für die zweite Gärung auf der Hefe lagern. Ein Cava Reserva weist eine Hefelagerzeit von mindestens 15 Monaten auf. Der Gran Reserva, der immer auch Jahrgangscava sein muss, lagert mindestens 30 Monate auf der Hefe und darf ausschließlich mit den Dosagen "Brut Nature", "Extra Brut" und "Brut" vermarktet werden.

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